Die Online-Kritiken zur 'Star Trek: Enteprise'-Folge 'Observer Effect' waren positiver als die zu 'Daedalus'. Gelobt wurde vor allem die Charakterentwicklung und die Dialoge aus der Feder von Judith und Garfield Reeves-Stevens. Anlass zu Kritik gab das frustrierende Ende und die banale Story.
David J. Nixon von Sci Fi Universe fand 'Observer Effect' besser als 'Daedalus'. Dass Sato und Mayweather eine tragende Rolle hatten und die interessante Kameraarbeit, als die Außerirdischen sich durch das Schiff bewegten, verdienten seiner Meinung nach besondere Anerkennung. Außerdem erwähnte er Archers und Phlox' "kleine Dissertation über die Handlungen und Vorrechte der Organier" positiv - viele andere Kritiker stimmten ihm hier zu, während andere sie für etwas langatmig hielten. Nixons Fazit: "Ganz klar vier von fünf Punkten."
Bei trekweb.com erreichte die Episode eine Gesamtwertung von acht Punkten. Kritiker O. Deus mochte das Konzept von Besessenheit durch Außerirdische, das hier auf eine neue Art und Weise behandelt werde. Besonders, dass bekannte, aber vernachlässigte Schauspieler die Möglichkeit hatten Charaktere zu spielen, die von anderen Persönlichkeiten übernommen worden waren. Negativ fiele lediglich das Fehlen von Originalität und ein viel zu schnelles Ende auf.
In der Kritik auf Xenoclone.com ist zu lesen, dass die Folge "eine Menge Emotionen und Tiefe in eine ansonsten sehr bekannte Geschichte packt", dass sie aber dort, wo viele andere Folgen dieser Staffel glänzten, gescheitert sei: das unbefriedigende und unoriginelle Ende - für das die guten schauspielerischen Leistungen und die professionelle Regiearbeit aber entschädigten würden.
Auch Ian J. Slater von The Great Link bewertete vor allem das Ende negativ. Die Episode sei zwar klever geschrieben, fiele jedoch in das viel zu oft benutzte und völlig veraltete Plotmuster Deus Ex Machina zurück um ein vermeintlich totes Crewmitglied wieder zum Leben zu erwecken. Die Schauspieler seien hervorragend gewesen, die typische "Außerirdische-beobachten-oder-testen-Menschen"-Geschichte jedoch zu vorhersehbar.
Bei Save Enterprise bekam die Episode eine 8, als "interessante und solide Sci-Fi-Geschichte", trotz der "nicht sehr originellen" Prämisse.
Besonders hervorgehoben wurde die Charakterentwicklung und die lange erwarteten längeren Auftritte von Sato und Mayweather, auch wenn diese etwas zu kurz und etwas zu spät kamen.
Michael Sheridan von Talislate vergab 'Observer Effect' 4 Popcorns von 4 und nannte es "großartiges 'Star Trek'". Seiner Meinung nach verdankte die Serie einen Teil ihrer 'Genesung' den Reeves-Stevensens.
Am Positivsten fiel Guy Gardeners Kritik auf trekpulse.com aus - er bewertete die Folge mit 17 von 5(!) Sternen. Sie sei "fast so perfekt wie 'Star Trek' werden kann [...]" und es sei schön, fast alle Schauspieler in Aktion zu sehen.
Eine englischsprachige Zusammenfassung weiterer Online-Kritiken finden Sie auf trektoday.com.

