Am Samstagabend (12.02.2005) zwischen 20.49 Uhr und 22.10 Uhr ist es soweit: Die neue europäische Trägerrakete Ariane-5-ECA soll von Kourou in Französisch Guyana in den Weltraum starten, deren Jungfernflug im Dezember 2002 scheiterte.
Mit einem Tag Verspätung soll am Samstagabend, den 12.02.2005, die neue europäische Trägerrakete Ariane-5-ECA (ECA: Evolution Cryotechnique Version A) von Kourou in Französisch Guyana in den Weltraum starten. Der Start soll zwischen 20.49 Uhr und 22.10 Uhr erfolgen.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für 'EADS Space' wichtig, dass der Start des Zehn-Tonnen-Trägers von Erfolg gekrönt sein wird. An Bord der Rakete sind der spanische Kommunikationssatellit Xtar-Euro und der Testsatellit Maqsat-B2, welcher als Plattform für europäische Experimente dienen soll.
Im Dezember 2002 war der Jungfernflug der 'Ariane-5-ECA' wegen Haarrissen in den Kühlkanälen gescheitert. Die Rakete wich vom Kurs ab und musste gesprengt werden.
"Wir haben es geschafft, die Kosten um mehr als 30 Prozent zu senken. Wir können endlich eine Rakete für zehn Tonnen Nutzlast zum Preis einer früheren Rakete für sechs Tonnen Fracht vermarkten.", sagte Franois Auque, Chef von 'EADS Space'.
Die Oberstufe der neuen Ariane wurde in Bremen entwickelt und gebaut. Das Vorgängermodell 'Ariane-5-G' kann nur sechs Tonnen Fracht transportieren und soll noch zehn Jahre im Einsatz bei der Versorgung der internationalen Weltraumstation ISS bleiben.
Für einen Flug der 'Ariane' verlangt die Raumtransportgesellschaft Arianespace 150 Millionen Euro. Damit kann sie kaum Gewinne schreiben. Die Firma vermarktet neben der 'Ariane' auch die russische Rakete Sojus. Konkurrenten im Raumtransport-Geschäft sind die amerikanisch-russische 'International Launch Services' (Atlas, Proton) und die amerikanisch-russisch-norwegisch-ukrainische 'Boeing Launch Services' (Delta, Zenith).
(mb); STVC-Meldung vom 11.02.2005; Quelle: Handelsblatt.com
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