Seit dem tragischen Absturz des Space Shuttles Columbia sind mehr als zwei Jahre vergangen. Nun will die US-Raumfahrtbehörde NASA die Flüge der Raumfähren wieder aufnehmen. Ein erster Testflug der 'Discovery' ist für den 15. Mai 2005 geplant. Als Termin für den weiteren Start einer Raumfähre nannte die Nasa den 12. Juli.
Nach dem Absturz der 'Columbia' vor mehr als zwei Jahren hat die Untersuchungskommission 15 Änderungen gefordert, um eine Katastrophe wie am 1. Februar 2003 zu verhindern. Das Space Shuttle war kurz vor der geplanten Landung über dem Staat Texas auseinander gebrochen. Bei dem Unglück verloren die sieben Besatzungsmitglieder ihr Leben. Ein aktentaschengrosses Stück Isolierschaum hatte sich beim Start gelöst und ein tellergrosses Loch in das Hitzeschild der linken Tragfläche geschlagen. Durch dieses Loch drangen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre 1650 Grad heiße Gase ein und ließen die Tragfläche von innen schmelzen.
Nach dem Unglück sind alle Space Shuttle Flüge gestoppt worden. Die Flotte der US-Space Shuttles ist seid dem technisch überholt und mit neuen Sicherheitssystemen ausgestattet worden. Nach Angaben der NASA soll es künftig auch möglich sein, Astronauten einer beschädigten Fahre auf der Internationalen Raumstation ISS unterzubringen. Ende Februar sollen zusätzliche Güter zur ISS geflogen werden.
Die 'Columbia' war die zweite Raumfähre, welche die NASA verlor. Bereits im Januar 1986 explodierte die 'Challenger' wenige Sekunden nach dem Start. Auch damals kamen alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Jetzt hat die NASA nur noch drei Raumfähren: Die 'Discovery', die 'Atlantis' und die 'Endeavour'.
(mb); STVC-Meldung vom 20.02.2005; Quelle: Spiegel-Online
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