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Shuttle-Nachfolger nimmt Gestalt an

Die NASA plant 2014 eine neue Generation von Shuttles ins All schicken. Lockheed Martin hat jetzt einen Design-Entwurf veröffentlicht. Doch auch andere Konzerne wollen den lukrativen Auftrag der NASA ergattern.

Da die betagten Space-Shuttles der NASA 2010 außer Dienst gestellt werden sollen, wird die amerikanische Raumfahrtbehörde für ein paar Jahre ohne bemannte Raumschiffe dastehen. Der Nachfolger 'Crew Exploration Vehicle' - CEV - soll erst 2014 starten.

Vielleicht klappt es ja schon früher. Beim Luftfahrtkonzern Lockheed Martin will man jedenfalls alles dafür tun, dass das 'Crew Exploration Vehicle' schon vor 2014 starten kann. Der Nasa-Flieger der Zukunft bestünde dann aus drei Teilen, die einzeln ins All transportiert und dort zusammen gebaut werden müssten.

Im Crew-Modul - welches äußerlich dem Space-Shuttle ähnelt, jedoch schlanker ist - finden sechst Astronauten Platz. Auch die Flügel des 'Crew Exploration Vehicle' sind kleiner als die des Space-Shuttles. Anders als die Flugzeugform vermuten lässt, sollen bei der Landung Fallschirme und Airbags zum Einsatz kommen. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu der bisherigen Shuttle-Technik. An das Crew-Modul schließen sich das Missions-Modul mit der Technik für Experimente und die Antriebssektion an.

Neben Lockheed Martin hat sich auch ein Konsortium der Firmen Northrop Grumman und Boeing für den Bau des 'Crew Exploration Vehicle' beworben. Am Montag endete die Abgabefrist für die Entwürfe. Jedoch hat das Northrop-Boeing-Konsortium keinerlei Informationen über die eigenen Entwürfe veröffentlicht. Voraussichtlich entscheidet sich im Herbst 2006, wer das 'Crew Exploration Vehicle' bauen wird.

Patrick McKenzie, der Lockheed-Manager gab an, das sich das vorgestellte Raumschiff sowohl für erdnahe Orbits als auch für Flüge zum Mond oder Mars eignen würde, da es sich durch die modulare Bauweise einfach an verschiedene Missionen anpassen ließe. Auch für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS biete sich das Raumschiff an.

Bei Lockheed Martin legt man großen Wert auf die Sicherheit der Astronauten. Die Titanhülle, aus welcher das Raumschiff bestehen soll, enthält zwei Isolierschichten. "Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass die äußere Schutzschicht zerstört wird, bleibt die Besatzung sicher", sagte McKenzie dem Online-Nachrichtendienst Space.com. Im Februar 2003 war die Raumfähre Columbia wegen einer beschädigten Isolierverkleidung beim Landeanflug auseinander gebrochen.

Durch die Flugzeugform des neuen Entwurfs soll die Schwerkraftbelastung für die Besatzung bei der Landung minimiert werden. Man habe sich für eine Form mit einem gewissen Auftrieb entschieden, anstatt wie in der russischen Raumfahrt für Landekapseln. Die ersten Testflüge - mit einer unbemannten Version - könnten schon 2008 durchgeführt werden, so McKenzie.

Der neue Chef der NASA, Michael Griffin, hat erkennen lassen, das er sich eine schnelle Entwicklung des 'Crew Exploration Vehicle'. Laut aktueller Vorgabe durch die Nasa soll das neue Raumschiff mit existierenden Trägerraketen wie der Atlas 5 von Lockheed Martin oder der Delta 4 aus dem Hause Boeing ins All geschossen werden. Griffin sagte, er suche nach einer günstigen, sicheren und effizienten Technik. "Mein Job ist, verantwortungsvoll mit Steuergeldern umzugehen."

(mb); STVC-Meldung vom 10.05.2005; Quelle: Spiegel-Online [1161 Aufrufe; 0 Kommentare]

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