Die 'Star Trek: Enterprise'-Folge 'Demons', die letzte Woche ausgestrahlt wurde, wurde sehr unterschiedlich bewertet. Die einen Kritiker lobten das schwierige Thema und die Kontinuität der Folge, wohingegen die anderen sich auf die schlechten schauspielerischen Leistungen und den wissenschaftlichen Unsinn konzentrierten.
Erik Dardan von Section 31 schrieb: "In diesen letzten Episoden beginnt die Serie ihre einmaligen Chancen als Prequel zu 'Raumschiff Enterprise' auszunutzen und das Ergebnis ist so wunderbar, dass ich mir wünschte, dieser Trend hätte schon früher begonnen."
Er gab 'Demons' sehr gute Noten und sagte, dass die Xenopohobie, obwohl sie nicht im Einklang mit der Vision von 'Star Trek' stehe, "leider etwas ist, was glaubwürdig ist und der Erde des 22. Jahrhunderts mehr Tiefe verlieht." Er mochte die Tatsache, dass die Episode nicht nur schwarz und weiß war, dass Tucker auch den Mitgliedern von 'Terra Prime' zuhört, da er ja bei der Xindi Attacke seine Schwester verlor und dass der von Weller verkörperte Paxton ruhig und logisch war.
"Ich bin der Erste, der zugibt, dass die 4. Staffel von 'Enterprise' neue Höhepunkte gebracht hat und wunderbare Möglichkeiten für Kreativität und Dramatik bot."
Michael Sheridan von TailSlate war von 'Demons' alles andere als begeistert. Für ihn war die Folge nichts Anderes als ein trauriges Stolpern auf der Zielgerade von 'Enterprise'. Obwohl er ein Fan von Weller sei, schrieb er, dass dem Schauspieler "lausiges Material zum Arbeiten" gegeben worden sei. "Jedes Mal, wenn er auftauchte und einen übertriebenen melodramatischen Monolog ablieferte, dachte ich, dass mir schlecht werden würde."
Er mochte zwar das Konzept der Episode, aber fand, dass die Ausführung schrecklich gewesen sei. Das Drama zwischen 'Trip' und T'Pol sei seiner Ansicht nach zu "gezwungen" und die ganze Idee mit dem mysteriösen Baby sei schlecht durchdacht gewesen.
"'Star Trek' war immer am Besten, wenn es sich mit Geschichten beschäftigte, die Allegorien oder Metaphern zu unseren sozialen Themen waren," schrieb Michael Marek von The Great Link. Obwohl er mit einigen der wissenschaftlichen Elemente von 'Demons' nicht einverstanden war, fand er die Parallelen zu den gegenwärtigen Ängsten gut.
"'Terra Prime' reflektiert eine Trennung in der heutigen amerikanischen Gesellschaft. Zur gleichen Zeit feiern viele Stimme Verschiedenheit und Unterschiede in der ethnischen Herkunft, aber viele Leute sind auch tief besorgt über die Veränderungen, die in der amerikanischen Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen ethnischen Hintergründe auftreten."
Entil von Entil'zha fand, dass 'Demons' nicht ganz überzeugen konnte. "Insgesamt hat die Folge viele interessante philosophische und soziale Elemente, aber die Ausführung dieser Elemente ist nicht gut gelungen. Der Hauptplan der Terroristen ist ein wenig zu einfach und die Darstellung von Peter Weller wirkt seltsam hölzern und uninspiriert."
"Ich war von Cotos letztem Drehbuch nicht begeistert", schrieb 'Dr. Phlox' von TrekFansUnited. "Die Episode ist vollgepackt mit vielen Klischees und schrecklichen Handlungswendungen und es scheint, dass die gesamte Darstellerriege ihre schauspielerischen Fähigkeiten verloren hat."
Bernd Schneider von Ex Astris Scientia war der Meinung, dass es mehr Sinn gemacht hätte, die Themen von 'Demons' früher in der Serie zu erkunden, anstatt kurz vor dem Ende. Er sagte, dass die Episode realistisch war, aber vielleicht auch zu deprimierend in einer Zeit, wo man erwarten würde, dass 'Enterprise' sich auf die zukünftige Föderation zu bewegt. Er war auch nicht so beeindruckt von Paxton, der sich mehr auf Technologie als auf Rhetorik verlässt um seinen Standpunkt zu verdeutlichen.
Mehr Kritiken finden Sie auf TrekToday.

