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Mike Sussmann über das 'Enterprise'-Finale und die harsche Fan-Kritik

Mike Sussmann, der in den letzten fünf Jahren Autor für 'Raumschiff Voyager' und 'Star Trek: Enterprise' war, äußerte sich in einem Interview zum umstrittenen Finale von 'Enterprise' und den Umgang mit Kritik seitens der Fans.

"Ich dachte immer, die Serie sollte sich von Anfang an Missionen orientieren", meinte der Produzent und Autor bei 'TrekNation.com'. "So sehr ich es auch genoss, an den ersten beiden Staffeln zu arbeiten - die Qualität der Geschichten variierte sehr stark. Wir liefen einfach so in Dinge hinein, sahen uns nach Planeten um die man erforschen könnte."

"Es war für meinen Geschmack etwas zu sehr wie 'Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark'. Ich habe immer geglaubt, das Erforschen wäre eine wichtige Komponente von 'Star Trek', aber wirklich, diese Serie war mehr 'Horatio Hornblower' oder 'Master & Commander' als 'Lois & Clark'."

"Das Erforschen wird immer eine der Hauptkomponenten in 'Star Trek' sein, aber wenn man sich 'Das nächste Jahrhundert' und besonders die Original-Serie ansieht, erforschte die 'Enterprise' hauptsächlich dadurch, dass sie zufällig in irgendeine planeten-fressende Gaswolke stolperte. Erforschung war oft nur eine Ausrede um Gefahr, Handlung und Konflikt zu finden."

Über das Serienfinale und die Kritik daran meinte Sussmann: "Ich denke die Leute haben kein Problem mit der Episode an sich. (...) Das Problem, das die Leute haben, ist, dass sie sich fragen ob das ein angemessenes Ende für die Serie war. (...) Ich hoffe, dass es das ist. Aber ich verstehe, warum einige Menschen denken, dass es das nicht ist. Ich verstehe, warum die Gefühle einiger Menschen verletzt sein könnten, aber ich denke auch, dass die Folge das Potential hat eine wundervolle, sehr emotionale Episode zu sein - emotionaler als jedes andere 'Star Trek'-Serien-Finale. Ich glaube, als die Entscheidung gefällt wurde, war niemandem bewusst wie kontrovers das Thema diskutiert werden würde."

Zur Kritik der Fans äußerte er: "Was ich besonders amüsant fand war, dass es da so viele Menschen gab die jede Woche die Serie ansahen und diese langen, detaillierten Reviews schrieben und sich darüber ausließen, wie sehr sie die Serie hassten. Und in der nächsten Woche taten sie genau das Gleiche wieder. Ich denke, wenn wir nur genug Zuschauer gehabt hätten, die die Serie gehasst hätten, aber sie mit solch religiösem Eifer jede Woche verfolgt hätten, wären wir noch auf Sendung!"

Ausserdem meinte er es ginge ihm nahe wie Rick Berman und Brannon Braga online angegriffen würden. "Ich bin froh, dass ich nicht ihren Bekanntheitsgrad habe. Ich kann mir nicht vorstellen wie es sein muss zu wissen, dass irgendwo im Internet jeden Tag irgendjemand etwas wirklich unhöfliches über dich schreibt.(...) Vielleicht mag man die Serie nicht, aber wie William Shatner sagte, es ist nur eine Serie. Es gibt keinen Grund ausfallend zu werden, es gibt keinen Grund persönlich zu werden. Wenn es einem nicht gefällt, sieht man es sich einfach nicht an."

Und zum Schluss die Frage, die viele Fans beschäftigt: Wie wird die nächste 'Star Trek'-Serie aussehen?
"Ich habe da einige Ideen", meinte Sussmann mit einem Lächeln. "Am Ende des Jahres verglichen Manny (Coto) und ich unsere Notizen darüber, was wir bei einer nächsten Serie machen würden, sollten wir die Chance bekommen. Dabei kam heraus dass es da einige Übereinstimmungen gab. Überflüssig zu sagen dass es ganz anders als alles bisher dagewesene wäre."

Das vollständige Interview im Original finden Sie hier.

(kr, STVC-Meldung vom 20.05.2005, Quelle: TrekWeb)


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