Die meisten Kritiker waren vom 'Star Trek: Enterprise'-Serienfinale 'These Are The Voyages...' enttäuscht. Obwohl es einige aus nostalgischen Gründen toll fanden, dass Jonathan Frakes und Marina Sirtis wieder ihre Rollen als Riker und Troi aufnahmen, waren die meisten doch der Ansicht, dass diese Beiden von den 'Enterprise'-Charakteren ablenkten.
Des Weiteren wurde allgemein am Finale der fünften 'Star Trek'-Serie kritisiert, dass die Ansprache von Archer bei der Föderationsgründung nicht gezeigt wurde. Stattdessen schaltet Riker das Hologramm ab und, so der Begleitkommentar, somit das einzige Vermächtnis für die Zuschauer ist.
Michael Marek von The Great Link war einer von wenigen Kritikern, denen das Serienfinale gefiel. Er war der Ansicht, dass die Folge "eine starke, unterhaltsame Handlung" hatte. Sie gefiel ihm, weil sie ihn wieder auf die 'Enterprise-D' mitnahm. Obwohl er nicht verstehen konnte, warum Tucker sterben musste, gefiel ihm die Kontinuität innerhalb der 'Star Trek'-Serien und er lobte auch die Bemühungen im Finale um Kontinuität innerhalb der Zeitlinie von 'Enterprise'.
Entil von Entil'zha war vom Drehbuch total enttäuscht. "Der Tod eines Hauptcharakters ereignet sich aufgrund von Umständen, die es in einer regulären Folge nicht gegeben hätte, geschweige denn in einem Serienfinale. Insgesamt war diese Episode nicht das zufriedenstellende Serienfinale, dass die Zuschauer verdient hätten."
"Tatsächlich erfüllt es keine der Funktionen, die die Autoren sich vorgestellt hatten. Es hätte nicht viel gekostet, ein Finale mit richtiger Resonanz zu kreieren, das sich auf die Charaktere von 'Enterprise' konzentriert hätte. (...) Schlussendlich endet das moderne 'Star Trek' nicht mit Stolz, sondern mit einem Beigeschmack der Enttäuschung."
Auch Bernd Schneider von Ex Astris Scientia war von 'These Are The Voyages...' alles Andere als begeistert. "Ich weiß nicht, warum es unbedingt nötig war, 'Trip' zu töten. Weil es realistisch wirken sollte? Wegen der gefährlichen Mission des Schiffes? Weil es den Charakteren bei der ansonsten einfachen Handlung etwas emotionales gibt? Weil der einzig sichtbare Fortschritt der Crew zwischen 2155 und 2161 neue Flicken auf ihren Uniformen sind? Weil es ein Weg war zu sagen, dass 'Enterprise' tot und beerdigt ist?"
Genauso wenig war er davon erbaut, dass Riker Tucker einfach nach seinem Tod 'wiedererweckt' und dann das Holodeck abschaltet, bevor Archer seine Rede halten kann. Er hatte das Gefühl, dass "die Episode alles tut außer 'Enterprise' Respekt zu zollen... Eine Episode, die hart zu ertragen war wegen ihrer Künstlichkeit und der totalen Irrelevanz der Dialoge und Interaktionen. Ich war froh als sie fertig war."
"'These Are The Voyages...' hatte kein Herz", erklärte Bill Gordon von Sci Fi Pulse. "Ich hätte alles gegeben, wenn es wenigstens eine Szene gegeben hätte, die den emotionalen Eindruck der Schlussszene von 'Terra Prime' gehabt hätte. Für irgendeine Szene, die das Gefühl der Verbundenheit, das zwischen diesen Charakteren bestanden hatte, vermittelt hätte... Ich habe keine Worte, um die totale Sinnlosigkeit von 'Trip's Tod auszudrücken."
Auch Michael Sheridan von Tail Slate war nicht zufrieden mit dem Serienfinale, da er fand, dass "die Serie besseres verdient hätte". Wie viele andere Kritiker fand er es beleidigend, dass Riker das Holodeck ausschaltet, anstatt sich Archers Rede anzuhören und er war auch von den meisten Darstellungen nicht beeindruckt. "Es war nicht einmal mehr eine 'Enterprise'-Episode. Es war der Versuch von Berman und Braga ,die Tage von 'Das nächste Jahrhundert', als sie noch originell waren, wieder auferstehen zu lassen. Scott Bakula und die anderen hatten nur Gastauftritte in ihrem eigenen Serienfinale."
Erik Dardan Ymeraga von Section31 sah sich nicht in der Lage die Episode zu bewerten. Obwohl er einige Kritikpunkte hatte, wollte er die letzte Folge einer 'Star Trek'-Serie nicht zunichte machen, da nicht abzusehen ist, wann es eine neue Serie geben wird.
"Wenn es bisher noch nicht eindeutig bewiesen werden konnte, so zeigt 'These Are The Voyages...', dass die talentierten Schauspieler von 'Enterprise' aus beinahe allem etwas starkes machen können. Sie holen das Beste aus dem Drehbuch von Braga heraus. Sein Drehbuch enthält zwar einige passende Tribute, aber weil sein Drehbuch beinahe nur aus geistlosen und gleichgültigen Dingen besteht, muss das Lob den Schauspielern gelten, denen es gelang, die Szenen zum Leben zu erwecken." Die emotionalen Szenen nach dem Tod von 'Trip' waren "das einzig Gute, dass aus den überflüssigen Handlungssträngen herauskam."
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