Rick Berman und Brannon Braga äußerten sich in einem Interview mit dem britischen Magazin 'Dreamwatch' über das 'Star Trek: Enterprise'-Finale 'These Are The Voyages...'. Während Berman meint, dass die Kritik über das Auftauchen von Gaststars in der letzten Folge nicht gerechtfertig sei, kann Braga durchaus verstehen, warum die Stammschauspieler sauer waren.
In ihrem Interview mit 'Dreamwatch' sprachen die beiden ausführenden Produzenten der Serie darüber, dass sie immer daran gearbeitet hätten, die Kontinuität mit den anderen 'Star Trek'-Serien beizubehalten. Das versuchten sie auch bei 'These Are the Voyages...'.
"Es gab ein wenig Murren, weil wir Johnathan Frakes und Marina Sirtis von einer anderen Serie einbrachten, um ihre Rollen als Riker und Troi wieder aufzunehmen", gab Berman in dem Interview zu. "Das Gefühl war, dass wenn dies die letzte Episode von 'Enterprise' sein soll, warum dann Charaktere von einer anderen Serien einbringen?"
"Aber ich denke, dass wenn die Leute die Episode sehen und realisieren, was wir wirklich tun, nämlich den Charakteren Respekt zu zollen, dass dann die Folge gut aufgenommen wird."
Braga merkte dazu noch an, dass diejenigen, die der Episode kritisch gegenüberstanden, wahrscheinlich schon aufgebracht waren, weil es die letzte Folge der Serie war und dass dieses einzigartige Konzept unter anderen Umständen vielleicht besser aufgenommen worden wäre.
Die Produzenten hatten auch das Gefühl, dass, obwohl die 4. Staffel eine Menge Aufmerksamkeit wegen des Einbezugs der Elemente von anderen 'Star Trek'-Serien erhielt, dies nur eine Erweiterung ihres Kurses gewesen sei. "Wir hatten schon immer das Gefühl, dass wir eine Kontinuität mit 'Raumschiff Enterprise' hätten", sagte Braga.
"Es war aber erst in der 4. Staffel, als wir, Rick, ich selber und Manny Coto, uns bewusst dazu entschieden, die Bezüge auf 'Raumschiff Enterprise' stärker auszubauen. Hätten wir die Kontinuitätselemente schon früher stärker miteinbeziehen sollen? Hätte das eventuell die Einscheltquoten erhöht?"
Berman für seinen Teil bestand darauf, dass der Kanon von 'Star Trek' nicht immer so klar ist, wie einige Zuschauer das sehen. "Da gibt es viele Fans, die darüber diskutiert haben, dass Brannon und ich die Kontinuität von 'Star Trek' ignoriert hätten. Das könnte von der Wahrheit nicht weiter entfernt sein. Wir leben und atmen diese Kontinuität und wir versuchen bei jedem Element die Kontinuität einzuhalten."
"Aber damit wir auch Jahr für Jahr eine wöchentliche Serie, die unterhaltsam ist, kreieren können, müssen wir die Regeln ein wenig beugen." Berman merkte noch an, dass einige von 'Star Trek's eigenen Handlungsbögen sich selber wiedersprechen.
Die originalen Zitate finden Sie bei Sci Fi Pulse.

