Auf einem kürzlich erfolgten Besuch in Israel sprach Leonard Nimoy (spielte Spock in 'Raumschiff Enterprise') über seine jüdischen Wurzeln, die auch seine Darstellung von Spock beeinflussten. Danben erzählte er auch, dass er sich wünsche, dass der Friedensprozess weiter voran gehe.
"Ich bin ein jüdisches Kind aus Boston. Spock ist kein jüdisches Kind aus Boston", sagte Nimoy in einem Interview in Israel. Er sprach auch diesmal wieder darüber, wie er den vulkanischen Gruß aus einer Erinnerung aus seiner Jugend - als er sah wie ein Rabbi seine Gemeinde in einer orthodoxen Synagoge segnete - entwickelte.
Er erklärte, dass das Handzeichen an den hebräischen Buchstaben 'shin' erinnert. Dies ist der erste Buchstabe des Wortes 'Shaddai' - einer der Namen für Gott in der Tora.
Ein Interviewer bei einer Ausstellung über Kunst und Musik von jungen Leuten, die Nimoy besuchte, fragte ihn, warum er ein Buch mit dem Titel 'Ich bin nicht Spock' geschrieben hatte und später dann eine Autobiografie mit dem Titel 'Ich bin Spock'.
"Ich denke, dass ich nun verstanden habe wer ich bin und nun mit diesem wichtigen Teil meines Lebens klarkomme. Als ich 'Ich bin nicht Spock' schrieb, war das keine Zurückweisung des Charakters. Es war die Untersuchung, wie ein Schauspieler einen Charakter porträtiert, erschafft und wie der Schauspieler und der Charakter Seite an Seite miteinander leben."
In dem Fernsehinterview, das unter anderem zeigte, wie Nimoy mit Studenten über Kunst redete, kam auch das Thema von Nimoys eigenen Fotografiearbeiten in seinem Buch 'Shekinah' zur Sprache. Viele der Bilder porträtieren nackte Frauen, die das weibliche Gesicht von Gott darstellen und Nimoy wurde gefragt, was er davon halte, dass die Bilder von den orthodoxen Juden als Gotteslästerung aufgefasst werden könnten.
"Ich denke, dass die einfachste Antwort ist, dass sie sie nicht schauen sollen." Er verglich diese Antwort mit der Tatsache, dass den orthodoxen Juden gesagt wird, dass sie die Shekinah (manchmal wird sie auch als 'Sabbath Braut' bezeichnet) während den Gottesdiensten nicht anschauen und deshalb ihre Augen bedecken sollen.
In einem anderen Interview sprach Nimoy über den Friedensprozess zwischen Israel und Palästina. "Ich bin im Moment sehr hoffnungsvoll." Er ist der Ansicht, dass die Verhandlungen im gegenwärtigen Klima effizienter sein werden, als noch vor einigen Monaten. "Ich bin über Gewalt immer besorgt... menschliches Leiden gibt es überall auch der Welt und es bewegt mich sehr."
"'Star Trek' ist im Kern eine Friedensmission. Wenn man mich fragen würde, über welches Projekt bei 'Star Trek' ich am stolzesten bin, dann würde ich sagen 'Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart' - einen Film bei dem ich das Drehbuch schrieb, Regie führte und in dem keine Gewalt vorkommt. Es gibt in diesem Film keine böse Person. Das Drama basiert auf einem Missverständnis, einem Mangel an Informationen, einen Mangel an Bildung... aber es steckt keine böse Absicht dahinter."
Die Interviews können Sie bei Starbase 972 und Ynet finden.

