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'Venus Express' soll heißen Nachbarplaneten erkunden

In diesem Monat startet die ESA erneut ein spannendes Projekt. Mit der Raumsonde 'Venus Express' wollen sie zum ersten Mal den Geheimnissen unseres Nachbarplaneten auf die Spur kommen. Dabei soll es vor allem um die Entwicklung des Planeten zur brütenden Klimahölle gehen.

Die Venus: Am Abendhimmel ist sie ein nicht zu übersehender Leuchtpunkt. Glanzvoll erstrahlt sie als erster und zumeist hellster "Stern" das nächtliche Firmament. Bis zu vier Stunden vor Sonnenaufgang bzw. nach Sonnenuntergang kann man sie mit bloßem Auge beobachten.

Auch wenn der göttliche Name anderes vermuten lässt: Unser Nachbarplanet ist eine brodelnde Hölle, mit Oberflächentemperaturen von bis zu 480 Grad Celsius, Stürmen stark wie Hurricanes, feurigen Riesenvulkanen, Hitzetälern, Geröllwüsten und einem gegenüber der Erde rund neunzigfach höheren Druck. In und unter der dichten Wolkendecke verbirgt die Venus noch so manches Geheimnis. Nicht mehr lange, wenn die Wünsche und Hoffnungen der europäischen Planetenforscher in Erfüllung gehen.

Im November wird die 1270 kg schwere ESA-Raumsonde 'Venus Express' mit einer Trägerrakete vom Typ Sojus-Fregat vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Es ist Europas erste Mission zu unserem nächsten Nachbarn.

Nach dem Start, der noch bis zum 25. November erfolgen soll, schwenkt die Sonde zunächst in einen Transferorbit um die Erde ein. Von dort geht es dann in Richtung Venus, wo sie nach einer rund fünfmonatigen Reise im April 2006 am Ziel eintrifft. 'Venus Express' soll den zweitgrößten Planeten des inneren Sonnensystems für zunächst 500 Tage, bis Ende September 2007, erkunden. Eine Verlängerung der Mission bis Ende Januar 2009 ist bereits angedacht.

Die weltweite Forschergemeinde will eines der größten Geheimnisse entschlüsseln: Warum hat der Planet Venus, der im Hinblick auf Größe, Masse und Zusammensetzung der Erde so sehr ähnelt, seit der Entstehung des Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren eine so unterschiedliche Entwicklung vollzogen? Wie wurde die Venus zur brütenden Klimahölle? Droht der Erde ein ähnliches Schicksal?

Weitere Informationen zu der Mission finden Sie unter diesem Link bei 'ESA.de'.

(ad); STVC-Meldung vom 02.11.2005; Quelle: ESA.de [1221 Aufrufe; 0 Kommentare]

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