Mitte Januar soll eine Altlas-Rakete den Spähroboter ins All schießen. Zehnmal schneller als eine Gewehrkugel wird die Sonde in den Weltraum schießen. Dann wird sie vorbei am Mond und Mars, durch den Asteroidengürtel und vorbei an den Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zum neunten Planeten des Sonnensystems fliegen.
Trotz der hohen Geschwindigkeit wird die Sonde 'New Horizons' ungefähr 10 Jahre unterwegs sein bis sie bei Pluto ankommt. Deshalb muss sie auch vor dem 3. Februar starten, da sie sonst nicht mehr genau an Jupiter vorbeikommt. Der Gasriese soll ihr nämlich noch zusätzlichen Schub besorgen. Wäre dies nicht der Fall, würde die Reise noch 5 Jahre länger dauern.
Die Forscher wissen biher nur wenig über den entfernten Planeten. Das Weltraumtelesop 'Hubble' zeigt nur helle und dunkle Flecken auf seiner Oberfläche. Pluto ist der einzige Planet, der noch niemals zuvor von einem Spähroboter erkundet wurde.
Auf Grund der niedrigen Temperatur wäre die Raumsonde dort draußen mit Hilfe von Solarzellen nicht am Leben zu erhalten. Eine Plutoniumbatterie an Bord soll die nötige Energie liefern. Um Strom zu sparen, bleiben die meisten Instrumente während des Flugs abgeschaltet. In einem 'elektronischen Winterschlaf' rast die Sonde 'New Horizons' ihrem Ziel entgegen. Nur einmal im Jahr wird sie für kleinere Kurskorrekturen 'aufgeweckt'.
Erst wenige Wochen vor der Ankunft 'erwacht' die Bordkamera. Am Ziel angekommen, muss der Spähroboter selbständig agieren. Eine Fernsteuerung von der Erde wäre unpraktikabel, da ein Funksignal knapp viereinhalb Stunden bis zum Pluto braucht.
Die Forscher erhoffen sich viel von dieser Mission zur äußersten Grenze des Sonnensystems. Sie glauben durch diese Mission mehr über die Geschichte des Sonnensystems herauszufinden. "Dieser Flug bedeutet für uns den krönenden Abschluss der Planetenerkundung", sagt Alan Stern, wissenschaftlicher Leiter der Mission. "Wir reisen vier Milliarden Meilen weit - und reisen zugleich vier Milliarden Jahre zurück in die Vergangenheit."
(ag); STVC-Meldung vom 12.01.2006; Quelle: Spiegel Online
[1151 Aufrufe; 0 Kommentare] Vorherige News: ['Star Trek: Das nächste Jahrhundert' reviewed: 'Mission Farpoint' in der Kritik] Nächste News: [TV-News: kabel eins zeigt erneut 'Das nächste Jahrhundert' ab Ende Februar]

