Heute vor genau einem Jahr schlug die ESA-Sonde 'Huygens' auf dem Saturnmond Titan auf. Während ihres Fluges durch die Atmosphäre sendete die Sonde viele Daten zur Erde, die Wissenschaftler noch heute in Erregung bringen.
Die Mission, gemeinsam initiiert durch ESA, NASA und ASI, wurde zu einem der spektakulärsten und faszinierendsten Augenblicke in der Weltraumforschung. Die Sonde 'Huygens' löste sich von dem Mutterschiff 'Cassini', welches den langen Flug zum Saturn problemlos überstanden hatte. Der Eintritt in die Atmosphäre zeigte nie zuvor gesehene Bilder vom Saturnmond. Er ähnelt der Erde in einem Stadium von vor etwa vier Milliarden Jahren.
Die gesamte Mission erwies sich immer mehr als voller Erfolg. Der Mond, der der Erde von vor Urzeiten her ähnelt, hat Flüsse wie die Erde, wenn diese auch aus Methan und nicht aus Wasser bestehen. Wetterverhältnisse, Spuren von Erosionen, all dies erfüllte die Erwartungen der Wissenschaftler voll und ganz.
Außerdem bestätigte 'Huygens' die Existenz von Molekülen, die die Grundbausteine des Lebens auf der Erde sein könnten. Zudem stellte 'Huygens' auch einen Rekord auf: Die Sonde ist das von der Erde am Weitesten entfernte Objekt, was jemals von Menschen gebaut wurde und auf einem Mond/Planten gelandet ist.
Insgesamt arbeiteten etwa 260 Wissenschaftler und 10.000 Experten am Erfolg der Mission. All diese Menschen kamen aus 19 Ländern zusammen und halfen der Mission durch Überwindung von Hindernissen und Problemen zu diesem durchschlagenden Erfolg.
So berichtete der Missionsleiter der ESA: "Diese Mission brauchte zwei Jahrzehnte bis zu ihrer Vollendung und verlangte uns in wissenschaftlicher, technologischer und organisatorischer Hinsicht das Äußerste ab. Aber die Wissenschaftler und Ingenieure nutzten ihre Fähigkeiten und ihre Intelligenz, um ihre Ziele zu erreichen, indem sie die durch die Technik, die Politik und den Weltraum gesetzten Grenzen überwanden.
Letztendlich feierten sie einen spektakulären Triumph, und so sollte diese Mission, abgesehen von den wunderbaren Errungenschaften für die Wissenschaft, jeglichen Organisationen auf allen Gebieten als Ansporn und Vorbild dafür dienen, wie die Zusammenarbeit untereinander funktionieren kann."
(pm); STVC-Meldung vom 16.01.2006; Quelle: ESA.int
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