Robert Picardo (spielte den Doktor in 'Raumschiff Voyager') sprach in einem Interview über Richard Woolsey, seinen wiederkehrenden Charakter bei 'Stargate SG-1'. Er glaubt, dass er die Rolle teilweise auch wegen 'Raumschiff Voyager' bekommen habe, weil die Produzenten "sehr gerne Schauspieler nehmen, die für das Publikum durch vorherige Auftritte dem Scifi-Genre zuzuordnen sind."
In einem Interview mit GateWorld sagte Picardo, dass er die sieben Jahre bei 'Raumschiff Voyager' sehr genossen habe und dass er dankbar sei, eine wiederkehrende Gastrolle bei 'Stargate' zu haben.
"Ich bin ein typischer Mittelklasse-Schauspieler. Ich gehe gerne jeden Tag zur Arbeit und ich genieße die Routine einer Fernsehserie, wenn man wie bei 'Raumschiff Voyager' mit einer tollen Crew und tollen Schauspielern zusammenarbeitet. Daher war es eine angenehme Erfahrung... während der sieben Jahre hatte ich nichts als Anerkennung für den Handlungsbogen meines Charakters übrig."
Picardo ist auch der Ansicht, dass er innerhalb von 'Raumschiff Voyager' die beste Rolle hatte, weil sein Charakter so viel erlebte und dadurch an Tiefe gewann und er verglich den Doktor mit Data aus 'Das nächste Jahrhundert'. "Ich begann als ein unbeschriebenes Blatt Papier und war ein zweidimensionaler Charakter, der nicht einmal ein Mensch war, aber nach bestimmten Dingen strebte."
"Diese Charaktere, die außerhalb der Menschheit stehen, aber danach streben ein Teil von ihr zu werden oder sie zu verstehen, gehen zurück auf Spock, der der erste Außenseiter war. Diese sind die klassischen 'Star Trek'-Rollen und sie bekommen die besten Drehbücher." Er fand es gut, dass der Doktor weder ein Held noch ein talentierter Soldat sein musste und sogar einen Sinn für Humor entwickeln konnte.
Sein 'Stargate'-Charakter Woolsey tauchte bisher in vier Episoden auf. Picardo erzählte, dass, als er zum ersten Mal das Skript las, er fühlte, dass er "auf eine Art wie ein böser Bursche erschien, aber er schien zumindest ein böser Bursche mit ehrenwerten Absichten zu sein".
Er erinnerte sich, dass die Schauspieler bei 'SG-1' ihn herzlich willkommen hießen "und so glücklich waren mich bei der Serie zu haben." In der kommenden Episode 'The Scourge' ist sein Charakter Teil des A-Plots, was Picardo besser findet als "nur im B-Plot auf einer Couch im Büro des Präsidenten zu sitzen".
Als er über die Politik in der Serie gefragt wurde, in der sein Charakter sich dafür einsetzt, dass das 'Stargate'-Programm kein Geheimnis sein, sondern eine zivile Überwachung haben sollte, sagte Picardo: "Im Prinzip denke ich, dass das Militär auf die Öffentlichkeit zugehen sollte. Es gibt immer die Chance, dass gewisse Elemente im Militär uns wirklich dazu bringen können, einen Weg einzuschlagen, der nicht im Sinne unserer ganzen Bevölkerung ist und der in den Augen der Vereinten Nationen nicht einmal legal ist."
Obwohl er scherzte, dass er sich natürlich nicht auf irgendwelche aktuellen Ereignisse beziehe, fügte er noch an, dass "wir uns jedes Mal ernsthaft fragen müssen, ob wir von der militärische Macht Gebrauch machen müssen... das bedeutet nicht, dass ich nicht unsere Truppen und unser Militär unterstütze, denn ich bewundere und respektiere ihre Leidenschaft unser Land zu beschützen und ihre Opfer, die sie dafür bringen".
Das ganze Interview finden Sie hier.
(aw); STVC-Meldung vom 05.02.2006; Quelle: TrekToday
[1480 Aufrufe; 0 Kommentare] Vorherige News: [Brannon Braga spricht über 'Enterprise', 'Das nächste Jahrhundert' und die Zukunft von 'Star Trek'] Nächste News: [Unbemannter Raumanzug 'Iwan Iwanowitsch' sendet doch]

