Viele Theorien mussten seit der Erkundung des Titan durch die 'Cassino/Hyugens'-Mission verworfen werden. So kürzlich auch die Theorie, dass es auf dem einzigen Mond unseres Sonnensystems mit einer dichten Atmosphäre ganze Ozeane aus Methan gäbe.
Die Auswertung der Messdaten aus der 'Cassini'-Raumsonde zeigten, dass es auf der Titan-Oberfläche große Wüstengebiete gibt, die Sanddünen wie in der Sahara ähneln. Diese Wüsten befinden sich genau in jenen dunklen Gebieten um den Mondäquator, wo vor Kurzem noch Ozeane vermutet wurden.
Der Sand könnte aus Wassereis oder organischen Feststoffen bestehen, und durch den Wind getragen, würde dieser mit der Zeit jegliche Flüssigkeit aufsaugen. Die Kraft für die Winde erhalte Titan aufgrund der Gezeitenwirkung des Saturns, welche rund 400-mal stärker ist als die des Erdmonds auf unserem Heimplaneten.
Bleibt noch die Frage, wie denn der Sand überhaupt entstanden ist. Darüber sind sich die Wissenschaftler allerdings noch uneinig. Die einen gehen von chemischen Reaktionen in der Titan-Atmosphäre, die anderen von Erosionen aufgrund heftiger Methan-Regenfälle aus.
(sl); STVC-Meldung vom 07.05.2006; Quelle: Wissenschaft.de
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