Ein Forschungsteam, das von einem Astronomen der John Hopkins Universität (Maryland) geleitet wird, hat massive Galaxienhaufen (Cluster) als 'kosmische Teleskope' benutzt, und so möglicherweise noch ganz junge Galaxien gefunden, die in der ersten Milliarde Jahren nach Entstehung des Universums geboren wurden.
Falls diese Ergebnisse sich bestätigen, habe die zusätzliche Vergrößerung durch diese gewaltigen Galaxienhaufen den Wissenschaftlern die beste Sicht auf Galaxien, wie sie sich von mehr als 12 Milliarden Jahren gebildet haben, ermöglicht, die sie jemals hatten, sagte Holland Ford, Professor an der Universität.
Ford gab die Ergebnisse seines Teams gestern beim Treffen der 'American Astronomical Society' in Calgary, Alberta (Kanada) bekannt. Er sagte, die spektralanalytischen Beobachtungen wären möglich geworden durch die Lichtbrechung, die durch den Einfluss der Schwerkraft in der Nähe von solch massiven Objekten wie Galaxienhaufen entsteht.
Die Sicht auf entfernte Galaxien hinter Galaxienhaufen könne Vergrößerungen von kaum wahrnehmbar bis hin zu 50 bis 100 Prozent erfahren, abhängig vom Ort der Galaxie und der Verteilung von Masse innerhalb des Clusters, sagte Ford.
Die Galaxienhaufen seien tatsächlich gigantische kosmische Teleskope, die es den Astronomen erlaubten, entfernte Galaxien zu finden und zu beobachten, die andernfalls zu schwach erkennbar wären, um sie zu untersuchen.
(ms); STVC-Meldung vom 06.06.2006; Quelle: ScienceDaily
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