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Die neuen Pluto-Monde sind getauft

Vor einem Jahr entdeckten Forscher zwei neue Monde des Planeten Pluto. Vorläufig hießen sie S/2005 P1 und S/2005 P2, doch ab heute werden sie die Namen Nix und Hydra tragen. Dies gab heute die Internationale Astronomische Vereinigung (IAU) in Paris bekannt.

Die Forscher um Weaver und seinen Kollegen Andrew Steffl vom Southwest Research Institute in Boulder hatten als Entdecker das Recht einen Vorschlag für die Namen der beiden Monde zu machen. Sie schlugen zwei Namen von Unterwelt-Gestalten der römisch-griechischen Mythologie aus. Auch Plutos Name kommt aus dieser Mythologie.

Nix ist von der Göttin der Nacht und der Mutter des Charon, Nyx. Da dieser Name aber bereits an einen Asteroiden vergeben ist, änderten die Forscher den Namen in Nix um.
Hydra ist der Name eines neunköpfigen Seeungeheuers, welches die Unterwelt bewacht.

In diesem Sommer soll außerdem die Entscheidung über Plutos Status fallen. Die Forscher streiten sich darum, ob Pluto als Planet oder als Asteroid gesehen soll. Mit der Entdeckung von Xena, einem Brocken der die Sonne in einem sehr weiten Bogen umkreist, ist der Streit noch weiter entbrannt. Da Xena größer ist als Pluto und in einer weiteren Bahn als Pluto um die Sonne kreist, verlangten Forscher, Xena solle zum zehnten Planeten ernannt werden.

Allerdings verdichten sich die Hinweise darauf, dass im sogenannten Kuiper-Gürtel, einer Asteroiden-Ansammlung im äußeren Sonnensystem, noch mehrere Objekte von Pluto-Größe umherschwirren könnten. Auch ihnen Planetenstatus zu gewähren, erscheint vielen Wissenschaftler abwegig. Plutos Platz unter den Planeten ist deshalb akut gefährdet.

(ag); STVC-Meldung vom 23.06.2006; Quelle: Spiegel Online [1852 Aufrufe; 0 Kommentare]

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