Der US-Millionär Robert Bigelow plant eine Touristenraumstation im All. Der erste Test des neuen Systems läuft bereits: "Genesis I", ein aufblasbares Raumschiff, umkreist die Erde.
"Genesis I" ist am Mittwoch mit einer umgebauten russischen Atomrakete ins All gestartet, und hat sich dort auf das Doppelte seiner Größe aufgepumpt. Die einzigen Passagiere an Bord sind Motten und Küchenschaben, die über die kommenden fünf Jahre beobachtet werden sollen, zudem befinden sich noch Fotos von Mitarbeitern an Bord.
Dies will Bigelow zur ersten Einnahmequelle machen: Für 295 US-Dollar kann ein Foto übermittelt werden, das bei der nächsten Testmission mit an Bord genommen wird und dann eventuell über die Webcam gesehen werden kann.
Grund für das Experiment sind Pläne, die kommerzielle Raumfahrt in größerem Maße möglich zu machen. Bigelow plant eine Raumstation aus mehreren verbundenen Aufblas-Modulen, die als Hotel dienen soll. Allerdings gibt es bisher noch kein geeignetes privates Passagierraumschiff. Um das Transportproblem zu lösen, hat Bigelow einen Preis in Höhe von 50 Millionen US-Dollar ausgesetzt, das jeder gewinnen kann, der bis 2010 ein Raumschiff vorführt, das für den Transfer zum Weltraumhotel geeignet ist.
(ms); STVC-Meldung vom 13.07.2006; Quelle: Spiegel Online
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