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Die International Astronomical Union hat Pluto den Planetenstatus aberkannt.

Zunächst hatte man erwartet, dass unser Sonnensystem bald im Besitz von zwölf anerkannten Planeten sein würde, doch wie so oft kam es anders als erwartet, denn überraschenderweise wurde Pluto der Status als Planet aberkannt.

Am heutigen Donnerstag wurde Plutos Schicksal auf dem Astronomie-Kongress in Prag besiegelt. Die Abstimmung der 2500 Wissenschaftler ging nicht gut aus für den Himmelskörper: Pluto gehört nicht länger zu den Planeten unserers Sonnensystems.

Ursprünglich wollte die International Astronomical Union ( IAU) die Planeten-Definition so weit fassen, dass Pluto unangetastet geblieben wäre und unser Sonnensystem zusätzlich drei weitere Planeten erhalten hätte. Doch der vorab veröffentlichte Vorschlag stieß auf Kritik - und wurde modifiziert.

Nach der heutigen Abstimmung gibt es acht klassische Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun), Zwergplaneten und Kleinkörper. Pluto zählt damit ab sofort zu den Zwergplaneten. Unter den Kleinkörpern werden Asteroiden, Kometen und andere Objekte zusammengefasst, die keine Monde sind und die Sonne umkreisen.

Als Planeten gelten in Zukunft alle Himmelskörper, die auf einer kreisnahen Bahn die Sonne umlaufen und ausreichend Masse haben, damit die eigene Schwerkraft sie zu annähernd kugelförmiger Gestalt zusammenzieht. Außerdem müssen sie ihre Nachbarschaft von anderem kosmischen Material freigeräumt haben.
Letzteres trifft auf Pluto nicht zu, der sich im sogenannten Kuiper-Gürtel mit zahlreichen anderen Himmelskörpern bewegt.

Künftigt zählt Pluto zu den Zwergplaneten, die nach Auffassund der IAU trotz des Namens keine sind.
Zu der voraussichtlich rasch wachsenden Gruppe der Zwergplaneten gehören auch Ceres aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sowie das Objekt 2003 UB313 jenseits der Plutobahn, das von seinen Entdeckern vorläufig Xena getauft worden war. Plutos Begleiter Charon, der größte seiner drei Monde, bleibt dagegen der Zwergplanetenstatus verwehrt.

Hitzige Debatten gab es schon bevor der Kongress in Prag überhaupt begann, an dem Wissenschaftler aus 75 Ländern teilgenommen haben.

Eine klare Definition, was einen Planeten ausmacht, wurde aufgrund des immer weiter schreitenden Fortschrittes und der immer besser werdenden Beobachtungstechnik nötig. Den Aufgrund dieses Fortschrittest stieg die Zahl der neuen Entdeckungen stetig. In jüngerer Vergangenheit habt einige Forschergruppe für sich beanspruchen wollen den zehnten Planeten entdeckt zu haben.

(ap); STVC-Meldung vom 24.08.2006; Quelle: Spiegel Online [1262 Aufrufe; 0 Kommentare]

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