Die Wissenschaftler sind auf ein mysteriöses Phänomen gestoßen: Die beiden Nasa-Raumsonden 'Pioneer 10' und 'Pioneer 11' sind 400.000 Kilometer von ihrem eigentlichen Standort entfernt. Schon seit Jahren senden sie keine Signale mehr und treiben nun am Rand unseres Sonnensystems herum. Aber was führt zu dieser Kursänderung?
Gestartet wurden die beiden 'Pioneer'-Sonden 1972 und 1973. Ihre Aufgabe wr es die Gasriesen Jupiter und Saturn zu erforschen. Doch irgendetwas bremst sie ab.
Bis zum Februar 2000 sendete 'Pioneer 10' Signale die über den Kurs informierten. Dan riss der Kontakt ab, 75 astronomische Einheiten entfernt von der Erde. Nun bewegt sich die Sonde mit etwa 12 Kilometern pro Sekunde aus unserem Sonnensystem.
Mit 'Pioneer 11' war es nicht viel anders. Im Oktober 1990 gab es einen Defekt im Funksystem. Für die Nasa war es unmöglich Ortungssignale oder Informationen zu empfangen. Sie bewegt sich auf einen Stern im Sternbild Adler zu - heraus aus unserem Sonnensystem.
Die Nasa suchte nach Störfaktroren, die von den Sonden ausgehen und Auswirkungen auf den Kurs haben könnten. Zu diesen Faktoren zählten unter anderem die Zerfallswärme von Plutonium und den Strahlungsdruck, der von den Sendern ausging.
Doch all diese Möglichkeiten konnten nach und nach ausgeschlossen werden.
Dann ging die Nasa alle astronomischen Einflüsse unter die Lupe: Eine gravitation eines unentdeckten Objekts? Interplanetarer Staub und Plasma? Wandernde Magnetfelder?
Doch auch diese Möglichkeiten konnten mit der Zeit ausgeschlossen werden.
Was also wirkt sich so stark auf die Sonden aus?
Zur Zeit arbeitet die Nasa die Telemetriedaten aus der Zeit von vor 1987 durch, um auf irgendeine Lösung zu kommen.
Vielleicht stellt sich am Ende heraus, das wir ein falsches Verständnis der Naturgesetzte haben. Gibt es ein neues Element der Physik oder vielleicht unentdeckte, mysteriöse Kräfte?
(ag); STVC-Meldung vom 27.09.2006; Quelle: Spiegel Online
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