Von der Erde zum Mond und von dort zum Mars. So lauten die neuen Pläne des US-Präsidenten und somit auch der NASA. Das komplette Weltraumprogramm wird umgekrempelt um in Zukunft eine Mondbasis für dauerhafte menschliche Präsenz zu schaffen. Plus: Heute Nacht - Mondfinsternis über Europa!
Um überhaupt an eine "Ansiedlung" auf dem Mond zu denken muß erst festgestellt werden ob es auf unserem Trabanten Wasser gibt.
Hierfür will man im Herbst 2008 mit dem "Lunar Reconnaissance Orbiter", die erste in einer ganzen Reihe von Sonden zum Mond schicken, die nicht nur der Erforschung dienen, sondern auch Vorbereitungsarbeit für die Rückkehr des Menschen auf den Mond leisten sollen.
Das Programm des US-Präsidenten sieht vor, dass auf dem Mond eine mittelfristige Basis eingerichtet werden soll, welche als Versorgungs- und Trainingsstation für eine im übernächsten Jahrzehnt geplante bemannte Mars-Mission dient.
Um all dies zu ermöglichen muß aber erst die "Wasserfrage" geklärt werden. Gezielte Crashs sollen Aufklärung bringen ob sich zum Beispiel in den dunklen Kratern, in die kein Sonnenlicht gelangt, Wasser verbirgt. Findet man Quellen so würde man sich den teuren Transport von der Erde ersparen.
Die NASA plant einen Teil des Orbiters, den die Sonde zum verlassen der Erdumlaufbahn benötigte nach dem Eintritt in den Mondorbit auf dessen Südpol in einen Krater stürzen zu lassen. Eine vom "Lunar Reconnaissance Orbiter" unabhängige, kleine Sonde soll den durch den Aufprall aufgewirbelten Staub analysieren. Dazu soll sie unter anderem durch die Staubwolke fliegen.
Nach vollbrachter Mission soll die Sonde selbst zum Geschoss werden und weiteren Staub aufwirbeln.
Bereits 1998 entdeckte die Sonde "Lunar Prospector" erhebliche Wasserstoffmengen an den Mondpolen, was von einigen Wissenschaftlern als deutlicher Hinweis für Wassereis gedeutet wurde.
So ließ man im Juli 1999 die "Lunar Prospector" schon in einen Mondkrater stürzen, jedoch erfolglos, da die Teleskope auf der Erde vergeblich nach Indizien für Wasser über der Einschlagstelle suchten.
Hoffen wir, dass die NASA mit dem erneuten Versuch mehr Glück hat.
Mondfinsternis über Europa:
Ein ungewöhnliches Himmelsschausspiel wird heute Nacht über Europa stattfinden. Kurz vor Mitternacht wird der Vollmond durch den Schatten der Erde verdunkelt - übrig bleibt eine rot schimmernde Scheibe.
Newsquelle
(dn); STVC-Meldung vom 03.03.2007; Quelle: PM
[854 Aufrufe; 0 Kommentare] Vorherige News: [Wichtiges Update zu 'Star Trek XI'] Nächste News: ["Fenster ins Innere der Erde"]

