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Kampf dem Komatrinken

Beinah täglich liest man Schlagzeilen über Jugendliche bzw Kinder, die sich mit Alkohol ins Koma trinken. Wir werfen einen kurzen Blick auf Maßnahmen, die in Deutschland bzw Österreich dagegen ergriffen wurden (oder eben auch nicht!).

Samstag, Marchtrenk in Österreich, zwei Mädchen (13 bzw. 14 Jahre alt) beschließen sich sprichwörtlich "niederzusaufen". Endergebnis: Beide brechen zusammen und werden vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht - schwere Alkoholvergiftung. Wie die Jugendlichen zu dem Alkohol kamen, will niemand so genau wissen.
Montag, Laakrichen, der Notarzt wird zu einem Einsatz gerufen, ein 13 jähriges Mädchen regungslos und bereits blau angelaufen - schwere Alkoholvergiftung. Ihre Freundin, auch bei dem Gelage anwesend, muß ebenfalls entgiftet werden. In diesem Fall stammt der Alkohol aus der hauseigenen Bar der Eltern.

Diese Aufzählung könnte endlos so weiter gehen, immer mit dem selben Endergebnis. Man muß hierbei nicht unterscheiden ob das Fälle aus Deutschland oder Österreich sind, denn so wie in Marchtrenk und Laakirchen passiert es überall, wo Jugendlichen ungehinderter Zugang zu Alkohol gegeben wird. Obgleich die Eltern des zweiten Falls für ihre Fahrlässigkeit angezeigt wurden, so liegt das Problem, welches sich logischerweise nicht von heute auf morgen "lösen" lässt, an einer ganz anderen Stelle. So hat zwar der Drogenmißbrauch nachgelassen, weil die Eine oder Andere gesetzliche Maßnahme Früchte trug, aber im gleichen Zug hat der Alkoholkonsum der "unter 18 jährigen" um ein viertel (allein im Zeitraum 2000 - 2002) zugenommen.

In Österreich läuft zum Thema "Komatrinken" eine heiße Debatte im Parlament.
Zitat ORF: Gesundheitsministerin Kdolsky will dem Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen etwa mit speziellen Ausweisen zu Leibe rücken, auch auf schwarze Schafe in der Gastronomie soll Druck gemacht werden. Kdolsky spricht sie sich - als ersten Schritt - für einheitliche Jugenschutzbestimmungen quer durch die Bundesländer aus, zumindest was den Ausschank von Alkohol betrifft. Kdolsky wörtlich: "Geplant ist derzeit, dass Jugendlichen unter 16 keinerlei Alkohol ausgeschenkt wird und sie ab 24.00 Uhr zu Hause zu sein haben. Für Jugendliche über 16 - also für 17-, 18-Jährige - ist ein Ausschank von 'Softalkohol' - also kein Schnaps etc. - möglich."

Es handelt sich hierbei um eine Möglichkeit, ob diese die Richtige ist? Wir laden sie ein zum sachlichen diskutieren ob und wie man dem Komatrinken Herr werden kann. Link zum Diskussionsthread

(dn); STVC-Meldung vom 07.05.2007; Quelle: Orf.at [820 Aufrufe; 0 Kommentare]

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