Tarnkappentechnologie bald keine Fiktion mehr? 'Star Trek' hat es z.B mit getarnten 'klingonischen Schiffen' vorgemacht. Viele Spezies im 'Star Trek Universum' können ihre Schiffe verbergen, sowohl optisch als auch für Sensoren. Wissenschaftler wollen diese Technologie nun Wirklichkeit werden lassen.
Bei dieser Technologie verschwindet das Objekt natürlich nicht wirklich, man sieht es nur nicht mehr. Es ist also nicht möglich, wie in manchen Märchen beschrieben damit durch Wände zu gehen oder ähnliches. Vielmehr ist es so, wie in James Bond 'Stirb an einem anderen Tag', in dem Bond sein Auto unsichtbar machen kann, aber natürlich immer noch Reifenspuren hinterlässt.
Dies ist alles nur eine Frage der Oberflächenstruktur.
Das Zauberwort zur Tarnkappe heißt Metamaterialien. Dieses Material ist so beschaffen, dass sich Lichtwellen um ein darin eingeschlossenes Objekt herumbiegen können. Das Menschliche Auge nimmt das Objekt dann nicht mehr wahr. Außerdem können diese Materialen alle elektromagnetischen Wellen um den Körper herumleiten. Solche Wellen sind z.B. in Radiowellen, UV-Strahlung, Infrarotstrahlung, Mikrowellen, sowie Röntgen- und Gammastrahlung. Diese Wellen werden alle um den Körper herumgelenkt und treffen hinter dem Körper wieder aufeinander, als wäre der Körper gar nicht da.
Metamaterialen haben also einen negativen Brechungsindex, dies bedeutet, dass ein auftreffender Lichtstrahl nicht, wie bei herkömmlichen Stoffen zum Lot hin gebrochen wird, sondern über das Lot hinaus in die negative Richtung.
Natürlich ist diese Technologie noch in der Experimentierphase. Und es wird wohl noch eine Weile dauern bis die ersten Produkte auf den Markt kommen. Hilfreich wären diese Metamaterialen in vielen Bereichen. Man könnte neue Linsen konstruieren, die nicht gebogen sondern flach sind, was wiederum die Auflösung von Lichtmikroskopen verbessern würde. Auch optische Speichermedien könnten mit solchen Linsen deutlich verbessert werden. Ebenso würde die Halbleiterindustrie davon profitieren, sie könnten mit den Metamaterialen ihre Schaltkreise verkleinern. Mikrowellenantennen könnten deutlich verkleinert werden, denn bisher müssen diese Antennen mindestens halb so groß sein wie Wellenlänge, die sie empfangen sollen.
(dd); STVC-Meldung vom 09.05.2007; Quelle: P.M. Magazin
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