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Sicher surfen mit "Zwei-Browser-Taktik"?

Rasmus Lerdorf, der Erfinder der Programmiersprache PHP ist ein Vertreter der so genannten "Zwei-Browser-Theorie". Eine Theorie die im Grunde für jeden User ganz einfach anzuwenden ist/wäre: Man braucht dazu nur Firefox und IE7 und eine kleine Umstellung der eigenen Surfgewohnheiten.

Lerdorf im Interview mit dem Webmaganzin 'Computerworld': "Heutzutage mit nur einem Browser zu arbeiten, ist schlichtweg verrückt." Er benutze prinzipiell zwei Browser. Weil er auf einem Mac arbeite, den Standard-Browser Safari für alltägliches Surfen und Mozillas Firefox für wichtige Bankgeschäfte oder zum Einkaufen mit Kreditkarte.

Die Grundidee der "Zwei-Browser-Technik" ist es, einen Browser für das alltägliche Surfen, Googeln und Chatten zu benutzen und somit die meiste Zeit am PC mit beispielsweise dem IE7 zu verbringen. Für Bankgeschäfte und andere heikle Arbeiten, die man nicht täglich durchführt, bei denen aber wichtige Passwörter das eigene Konto schützen, sollte man demnach z.B. den Firefox-Browser nutzen.

Zitat einer Webzeitung: "Die Antwort auf die Frage, warum diese Technik effektiv sein soll, findet sich in der Programmierkunst. Lerdorfs PHP-Sprache wird von der Mehrheit der Websites im Internet benutzt und erfreut sich auch bei Amateuren großer Beliebtheit, da man mit wenigen Kenntnissen relativ anschauliche Ergebnisse erzielen kann. Gerade das verursacht aber laut Lerdorf eine Fülle an potenziellen Sicherheitslücken, neun von zehn Websites würden diese Lücken aufweisen. Für deren Nutzung wären allerdings so einiges Know-How und zudem eine ganze Latte an Gesetzesübertretungen von Nöten; aber sie sind da, zweifelsohne. [...] Generell tendiert man aus Bequemlichkeit dazu, Passwörter und Zugangsdaten für Website-Accounts vom Browser speichern zu lassen und löscht nicht immer seinen Verlauf und Dinge, wie temporär gespeicherte Dateien und so kommt eins ums andere und mit der Zeit eine hübsche Sammlung an persönlichen, im Browser gespeicherten Daten zusammen. [...] Wer mit demselben Browser auch noch empfindliche Tätigkeiten wie Online-Banking durchführt, hat bei einer erfolgreichen Attacke durch Hacker oder bei einer durch Spam untergejubelten Phishing-Website die Hosen kräftig runter - mit einem Rundumschlag können Kriminelle aus dem Vollen schöpfen, wenn sie beispielsweise mit Spyware die Daten, die der Browser im Arbeitsspeicher hinterlässt bzw. hinterlassen hat, auslesen und auf diese Weise an einen Datenhaufen gelangen, in dem sich irgendwo Passwort und User-ID befinden, die man ein paar Stunden zuvor bei der Hausbank eingetippt hat.

Wer also beispielsweise den Alltagskram mit (beispielsweise) dem IE7 bestreitet, riskiert bei einer Attacke nur den Verlust weniger relevanter Daten, deren Mißbrauch einem "zumindest" finanziell nicht schaden kann. Der ausschließlich für Einkäufe, Bankgeschäfte und dergleichen genutzte Zweitbrowser kommt bei Lerdorfs Surfkonzept mit Websites, die potenzielle Sicherheitslücken aufweisen oder Trojaner verbreiten, erst gar nicht in Berührung. Zitat der Webzeitung: "Setzt man den Alltags-Browser als Standard, wird der andere im Normalfall auch von Spyware außer Acht gelassen. Auch wenn ein Drittprogramm auf das Web zugreifen will, klappt ein Fenster des Standardbrowsers auf und der für die heiklen Dinge benutzte Browser bleibt unberührt."

(dn); STVC-Meldung vom 28.05.2007; Quelle: Google [1063 Aufrufe; 1 Kommentar]

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