Erneut ist ein Trojaner im Netz unterwegs, der nun schon mehr als 11.000 Sites gehackt haben soll. Laut der IT-Sicherheitsfirma Avira haben über 115.000 Personen betroffene Seiten besucht (schätzungsweise 10 Prozent davon haben sich den Trojaner eingefangen). Weltweit sind Seiten betroffen, am meisten jedoch italienische Websites.
MPack ist extrem tückisch, da er über eine Art "Tarnkappentechnologie" verfügt. Betroffene Websites werden mit wenig HTML Code infiziert und ein Aufruf der Site genügt um seinen Pc zu gefährden. Es öffnet sich ein zweites Fenster und die Malware (<- Computerprogramm, welches vom Benutzer unerwünschte und ggf. schädliche Funktionen ausführt) wird automatisch auf den Rechner des Benutzers heruntergeladen.
Es wird jedoch nicht nur der Trojaner installiert, sondern auch ein "Keylogger", der seinerseits alle Tastaturanschläge des Benutzers aufzeichnet und so Usernamen, Passwörter und Bankdaten ausspioniert. Die Software soll aus Russland stammen und ist so "intelligent", dass sie erkennt, welchen Browser der Benutzer verwendet und damit die genauen Schwachstellen auslotet. Betroffene Browser sind der Internet Explorer, Firefox und Opera.
Schützen könnte beispielsweise wenn die eigene Firewall die IP-Adresse 64.38.33.13 blockiert, weil eben diese IP häufig für Schadsoftware verwendet wird. Hilfreich unter anderem ist auch ein regelmäßiges Update des Browsers um ihn auf dem neuesten Stand zu halten. Eine genaue Analyse von MPack hält Panda Software auf seiner Seite bereit.
Computer mit Internetzugang werden immer stärker durch Schadsoftware bedroht. Früher waren es Viren, die den Betrieb des Rechners stören sollten und dadurch schnell auffielen. Heute jedoch sind es immer mehr Trojaner, die unbemerkt und nach belieben den Computer ausspionieren und die Daten an dessen Programmierer zurücksenden. Viren stellen heute nur noch einen kleinen Prozentsatz dar. Eine der besten Möglichkeiten sich zu schützen wäre das abschalten von "aktiv Inhalten", wie z.B. Javascript und ActiveX um das Risiko eines Befalls zu minimieren, was jedoch bei der Nutzung mancher Websites widerum Einschränkungen mit sich brächte. Neue Software bietet einige Sicherheitsmöglichkeiten an, welche unter manchen Umständen den Betrieb des Rechners etwas langsamer von statten gehn lassen, aber sich dennoch für den Benutzer auszahlen. Optimal und teilweise unerlässlich für "lückenlosen" Schutz im Internet ist ein regelmäßiges Update von Firewall und Antivirenprogramm(en).
(dd); STVC-Meldung vom 26.06.2007; Quelle: GMX Magazin
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