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Auspuffgase verursachen Herzerkrankungen

Die Luftverschmutzung durch Kraftfahrzeuge verursacht bereits erwiesenermaßen viele unerwünschte Nebenwirkungen - doch nun warnen Forscher, dass auch die Zahl der Herzkrankheiten durch Auspuffgase in die Höhe getrieben wird.

Wie Wissenschaftler herausfanden, werden mit der Auspuffwolke auch feinste Teilchen freigesetzt, die sich mit den natürlichen Fetten im Blut verbinden und so genetische Veränderungen auslösen können. Dies kann letztendlich zu kardiovaskulärer Arteriosklerose führen, also Arterienverkalkung am Herzen, eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Fast jeder zweite stirbt an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung; diese ist in den meisten Fällen auf eine Arteriosklerose zurückzuführen.

Mit dieser Entdeckung wird auch die Erklärung für die deutlich gesteigerte Zahl der Krankenhausaufenthalte und Sterbefälle aufgrund von Herzerkrankungen sichtbar: Gleichzeitig gab es auch eine Erhöhung der Luftbelastung durch Fahrzeuge. Mit einem Anstieg der Schwebeteilchen in der Luft um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter erhöht sich die Anzahl der Todesfälle durch Herzkrankheiten um 6%, wie mehrere Studien ergaben.

Arterien verhärten sich, wenn das im Blutstrom enthaltene Fett sich in den Wänden der Blutgefäße ansetzt und beginnt, durch Oxidation zu verfallen. Die Wissenschaftler der "University of California" vermuteten aber, dass die in der Luft enthaltenen Schadstoffe diesen Effekt noch verschlimmern könnten. Sie entnahmen Zellen aus den Wänden menschlicher Blutgefäße und setzten sie Teilchen aus Dieselabgasen aus - und zwar in einer Menge, wie man sie auch in Städten antrifft.

Bei einer Untersuchung dieser Zellen fand man über 1500 veränderte Gene: Sie waren erheblich aktiver geworden. Dieser Effekt war noch deutlicher zu erkennen, wenn die Zellen gleichzeitig Abbauprodukten von Fetten ausgesetzt gewesen waren. Eine noch genauere Analyse zeigte, dass die "geweckten" Gene sich in drei klar erkennbare Gruppen einordnen lassen, die alle eine entscheidende Rolle bei Erkrankungen der Herzblutgefäße spielen.

Es ist zwar noch nicht klar, wie genau die Abgaspartikel die Genveränderungen auslösen können, allerdings verdächtigen die Forscher die Chemikalien, die die Teilchen umgeben. Untersuchungen an Dieselpartikeln haben gezeigt, dass ihre Oberfläche eine Vielzahl von chemischen Verbindungen enthält, die möglicherweise giftig sind, angefangen von organischen Kohlenwasserstoffen bis hin zu Sulfaten und Nitraten.

Eine im Februar unter 65.000 Frauen aus verschiedenen Städten durchgeführte Umfrage zeigte ein höheres Risiko für Herzkrankheiten, Schlagfälle und schließlich Tod für Frauen aus stärker belasteten Gebieten.

(ms); STVC-Meldung vom 31.07.2007; Quelle: Guardian Unlimited [1010 Aufrufe; 0 Kommentare]

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