Kaum hat man sich als Otto-Normalverbraucher an die "flachen Scheiben" namens Dvd gewöhnt, wirft die Industrie zwei neue, vielversprechende Datenträgerformate auf den Markt. Noch kann niemand abwägen, welches Format sich durchsetzen wird oder gar das bessere ist. Werfen wir also einen Blick auf die bisherige Entwicklung...
... wer heute um die 30 Jahre alt ist, kann sich bestimmt noch gut an seine erste Musikkassette erinnern oder den ersten Walkman. Verdrängt wurde diese Technologie Anfang der 80er Jahre von den heute noch gängigen Cd's (Kurzform für Compact Disc -> Kompakte Scheibe). Für den Film- und Videomarkt gab es anno dazumals das gängige VHS-System (Kurzform für Video Home System), welches 1976 vorerst in Japan von der Firma JVC entwickelt wurde. Trotz besserer analoger Systeme hielt sich das VHS-Format bis zur digitalen Ablösung durch die Dvd (Digital Versatile Disc -> Digitale vielseitige Scheibe) etwa um die Jahrtausendwende.
Wir schreiben das Jahr 2007: Heute bezirzt uns die Werbung mit High-Definition-Television (kurz HD-TV). Ein Flatscreen (flacher Bildschirm) gilt bei nahezu jedem Medienhändler als das "Must have". Und um einen solchen Bildschirm auch mit entsprechend hoch auflösenden Medien füttern zu können bedarf es einer neuen Datenträgergeneration, welche derzeit noch in einem für die Kunden verwirrenden Formatstreit festhängt. Es handelt sich hierbei um die beiden Formate HD-DVD und Blu-ray.
Bekannte Namen, die hinter HD-DVD stecken sind zb. die beiden Großkonzerne Toshiba und Microsoft oder aber auch Hewlett Packard und Intel gehören zur sogenannten AOD (Advanced Optical Disc-Konsortium). Natürlich kann ein neues Medium ohne entsprechende Abnehmer bzw. Vertreiber den Markt nicht erobern und so hat sich HD-DVD Hollywoodfirmen wie die Paramount-Studios und Dreamworks an Land gezogen. Auch die Ankündigung eines Abspielgeräts unter der 300Euro-Marke spricht derzeit für einen leichten Vorteil seitens der HD-DVD.
Das Blu-ray - Format wird von Firmen wie Sony und Philips vertreten. Als erster Hersteller brachte Sony die Playstation 3 mit einem Blu-ray - Player auf den Markt und erfreut sich bisher über guten Absatz des Gerätes. Der Name der Disc leitet sich aus dem englischen Blue-ray, was zu deutsch etwa "blauer Strahl" (aufgrund der Farbe des Laserstrahls) bedeutet. Die abgewandelte, "unkorrekte" Schreibweise dient der Begünstigung den Namen als Warenzeichen registrieren zu lassen.
Die Zahlen zu beiden Scheiben: Die Blu-ray - Disc besteht aus zwei "Schichten" zu je etwa 25 Gigabyte. Die HD-DVD wurde laut letztem Stand auf drei Schichten zu je 17 Gigabyte erweitert was im Endeffekt 1 Gigabyte mehr als beim Konkurenten bedeutet. Für Verbraucher bedeutet das inetwa sieben Stunden "high definition - Film" auf einer Scheibe. Aufnahmegeräte für beide Scheiben sind derzeit noch etwas für die große Geldbörse. Auch bei Abspielgeräten wäre man mit ein wenig Geduld gut beraten bis die Industrie ein Hybrid-System (ein Player für beide Medien) kostengünstig bereit stellt oder aber sich eines der Formate "durchgesetzt" hat.
(dn); STVC-Meldung vom 16.09.2007; Quelle: heise.de
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