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Schluss mit Energieverschwendung

Dass Autos wahre Energiefresser sind, ist längst bekannt. Aber wem ist bewusst, dass ungefähr zwei Drittel der verwendeten Energie ungenutzt als Hitze abgegeben werden? Deutsche Forscher wollen diese Abwärme nun nutzbar machen und so den Treibstoffverbrauch senken.

In Zeiten schwindender Ressourcen heißt es sparen - dennoch verpulvern viele Verbraucher, neben Autos und Kraftwerken praktisch jede Art von Maschine, wertvolle Energie in Form von Hitze. Dies ist schlecht für die Umwelt und schlichtweg Verschwendung. Deshalb wollen Forscher nun diesem Übel an den Kragen gehen und die Abwärme wieder in Energie zurückverwandeln.

Die Lösung heißt thermoelektrischer Generator, oder einfach TEG. Diese Apparate nutzen ein Temperaturgefälle, um Wärme wieder in elektrischen Strom umzuwandeln. Je größer der Unterschied, desto mehr Energie kann gewonnen werden. Forscher aus Deutschland wollen nun ein System entwickeln, mit dem die Wärme der Auspuffgase von Autos genutzt werden kann.


Dr. Harald Böttner vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik in Freiburg erklärt: "Die Temperaturen im Auspuff können 700 Grad Celsius, oder sogar mehr, erreichen. Der Temperaturunterschied zwischen dem Auspuff und der Motorkühlung kann so mehrere hundert Grad Celsius betragen". Diese Differenz treibt den TEG an: Durch den Hitzefluss getrieben, wandern die Ladungsträger durch spezielle Halbleiter und schon entsteht ein elektrischer Strom, ähnlich wie in einer Batterie.

Längerfristig könnte diese Technologie sogar die Lichtmaschine überflüssig machen und alle elektrischen Verbraucher im Auto versorgen. Da der Verbrauch in Autos immer weiter steigt, könnte man so 5-7 Prozent an Treibstoff einsparen. Dass das kein unbeträchtlicher Anteil ist, zeigt folgende Rechnung: In Deutschland gibt es ungefähr 50 Millionen zugelassener Kraftfahrzeuge, die grob geschätzt, etwa 200 Stunden im Jahr unterwegs sind. Würden während dieser Zeit TEGs die Abwärme nutzen, mit einer angenommen Leistung von einem Kilowatt, um die Bordelektronik zu versorgen, dann kämen pro Jahr bis zu zehn Terrawattstunden an zusätzlicher Energie zusammen.

Energie, die sonst aus Benzin gewonnen werden müsste und die Umwelt mit zusätzlichem CO2 belasten würde. Momentan sind die Wissenschaftler noch am experimentieren, aber schon bald wollen sie den ersten Prototypen bauen.

(ms); STVC-Meldung vom 05.06.2008; Quelle: ScienceDaily [1347 Aufrufe; 0 Kommentare]

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