Lange Zeit nahmen Forscher an, die Oberfläche des Mondes sei knochentrocken. Jetzt entdeckten Forscher Spuren von Wasser.
Vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren kollidierte ein Objekt von der Größe des Mars, Theia genannt, mit der Erde. Die Kollision mit Theia erfolgte nicht frontal sondern streifend. Dies hatte zur Folge, dass große Materiemengen, die aus dem Mantel "Theias" und des Erdmantels bestanden, ins All geschleudert wurden. Aus den Trümmern dieser Kollision bildete sich in weniger als einhundert Jahren der Proto-Mond.
Forscher nahmen bislang an, dass bei diesem Vorgang das vorhandene Wasser des Mondes verdampft sei. Dennoch haben Forscher versucht, Wasser und andere flüchtige Bestandteile im Mondmaterial nachzuweisen.
Während der Apollo 15 und Apollo 17 Mission wurden Gesteinsproben mit auf die Erde gebracht. Unter diesen Gesteinsproben waren Glaskügelnchen, die sich aus Magma im Inneren des Mondes gebildet hatten. Die im Glas enthaltene Menge deutet darauf hin, dass im Magma Wasseranteile von bis zu 750 Teilen pro Million sein könnten.
Auf der Erde hat das Magma einen ähnlichen Wasseranteil, das an den mittelozeanischen Rücken aufsteigt. Die Werte der Kugeln nahmen vom Zentrum nach außen hin ab. Während der vulkanischen Aktivitäten vor ungefähr drei Milliarden Jahren sind 95 Prozent des Wassers verloren gegangen. Dadurch konnten die Forscher den ursprünglichen Anteil ermitteln.
Der Ursprung des Wassers ist noch unklar. Es besteht die Möglichkeit, dass dieses Wasser beim Zusammenprall "Theias" mit der Erde nicht verdampft ist. Eine andere Theorie besagt, dass die Flüssigkeit innerhalb von etwa hundert Millionen Jahren von außen herangetragen wurde und in den Mond gelangte. Wenn letzteres zutrifft, könnten kleinere kosmische Geschosse die Quellen sein. Vielleicht wurde das Wasser auch in den ersten hundert Jahren der Mondentstehung von der Erde zugeführt.
An der Oberfläche konnte sich Wasser nur in wenigen Kratern an den Mondpolen halten, da dort nie Sonnenlicht vordringt.
(mb); STVC-Meldung vom 17.07.2008; Quelle: faz.net
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