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Comtreffen 2008 - offizieller Bericht

Auch die schlechten Wetterprognosen konnten ein paar der verrücktesten STVC-Mitglieder nicht davon abhalten, am vergangenen Wochenende in der Rossmühle zum jährlichen Community-Treffen mit vollem Elan einzufallen. Hier nun ein kurzer Überblick über weltbewegende Ereignisse.

18.07.2008: Tag der Ankunft

In diesem Jahr sollte alles etwas anders sein: Die Kinder chauffierten mit vollem Luxus per gasbetriebenem Lastesel, während sich Chef und Chefin aufgrund gesundheitlicher Probleme entschieden, im Hotel zu nächtigen und mit der Bahn anzureisen. Die Zugfahrt verlief ohne größere Probleme und am Bahnhof wartete bereits das Empfangskomitee bestehend aus den Kindern und Webby ("Lasst die Frau vor, die freut sich schon so auf ihre Kinder"). Na gut, Webby kam wie immer, mit dem Zug und viel zu früh, aber dafür ist er ja auch Webby.

Nachdem der Platz gesäubert und die Wiese zugeklebt, die Zelte aufgebaut, der Regen ausgesperrt, und die Koffer im Hotel verstaut waren und sich der Chef etwas erholt hatte, konnte der Urlaub losgehen: Zeit für Essen fassen!

Die Sache mit dem Essen gestaltete sich schwieriger als gedacht. Zum Glück gab es an der Autobahn genügend Möglichkeiten, sich noch zu stärken, und so konnten wenigstens die Kinder mit kühler Berechnung an diese Aufgabe gehen. In Ermangelung der notwendigen Grillanzünder musste man sich mit dem Lagerfeuer-Katalog und Webby behelfen - und plötzlich war Feuer im Grill.

Während fleißig das Futter verbrannt und verspeist wurde, brach langsam schon die Dämmerung herein, und die Sehnsucht nach einem wärmenden Feuer machte sich breit. Aber guter Rat war teuer, und woher nehmen, wenn nicht stehlen? Also brach ein geheimes Holzbeschaffungskommando auf, dem Mangel Abhilfe zu schaffen. Die ansehnliche Beute stachelte jedoch die Zurückgeblieben derart auf, dass über den Rest des Abends das Holz gar nicht mehr weniger werden wollte- insbesondere der große Klotz, der wie von Zauberhand plötzlich auf dem Feuertopf auftauchte und nicht mehr weichen wollte

Nachdem das Camp vor zufälligen Stolperangriffen geschützt und alle Mitglieder der Gruppe markiert worden waren man glaubt ja nicht, wozu Knicklichter alles gut sind! konnte man sich an die Vernichtung der Chips- und Biervorräte machen.
Die Chefin musste am Ende leider aufgeben, da sie wohl eine Überdosis Calcium erwischt hatte oder was auch immer in den verschiedenen Flaschen und Milchtüten war. Die bemitleidenswerten Hotelgäste machten sich irgendwann auf den mühevollen Rückweg, während das Camp unter seinem Regendach friedlich einschlummerte.

19.07.2008: Tag des Haarfärbens

Der Tag begann viel zu früh mit dem Kasernenton im tieferliegenden Mädchencamp "Aufstehen, Euros raus und Abmarrsch!" (dann wurden sie länger nicht gesichtet) und mit lautem Geraschel aus dem mittleren Zelt. Als die Rufe nach dem Kloschlüssel drängender wurden, krochen also alle aus den kuscheligen Zelten, marschierten ins Bad (und wieder zurück) und begannen, das Frühstück zu improvisieren.

Im Hotel - das für alle diejenigen, die sich zu alt fürs Campen fühlen oder es lieber etwas komfortabler haben, nur zu empfehlen ist begann der Tag mit einer Dusche und einem leckeren Frühstücksbuffet inkl. einem selbstgebrannten Schnaps für die Chefin (gut gegen Calcium-Überdosis). So gestärkt fühlte sie sich auch wieder in der Lage, den hohen Berg zum Camp zu erklimmen, wo immer noch diverse Sachen verfrühstückt wurden.

Nach so viel Anstrengung kehrte sehr schnell wieder Ruhe ein und man mag es nicht glauben, da griffen doch tatsächlich schon wieder Hände nach dem Bierkasten?
Irgendwann zwischen Schlafen und Schlafen kam noch ein Mittagessen vorbei, unspektakulär diesmal, da es der Chefin gelungen war, Grillanzünder zu beschaffen.

Dann war es Zeit für diverse "Verbesserungen" an einigen Leuten: so sollten Webbys Haare mit pinken Strähnchen verziert werden, und auch der Chef und Kbps sollten etwas Farbe abbekommen. Der Plan war gut, doch bei der Durchführung kam es zu unerwarteten Problemen: Bei zwei Herren war kaum etwas zu sehen, dafür leuchtete Webbys Haarpracht in einem wunderhübschen Rosa!! Das musste der erstmal verdauen, denn nun passte das Design seines T-Shirts nicht mehr zum Kopf eine Welt brach zusammen.

Interessant zu beobachten waren an diesem Tag auch einige ein- bzw. umgestürzte Zelte, aufgrund ständig wechselnder Windverhältnisse. Auch Sonne und Regen wechselten sich regelmäßig ab, was wiederum den umgestürzten Zelten zum Verhängnis wurde. Wenigstens hielt die STVC-Plane dicht, zumindest stellenweise.

Chef, Chefin und Moira samt Familie gingen an diesem Abend zum Essen traditionsgemäß in das Restaurant am Campingplatz. Mit vollgefülltem Bauch wurde im Anschluss die Campingplatz-Kneipe heimgesucht, da der Chef nicht mehr dazu zu bewegen war, den Hang hoch ins Camp zu gehen. Die Chefin schaffte den Weg auch nur noch heftig schwankend, der Rückweg mit den diversen Handgepäckstücken wurde glücklicherweise von der barmherzigen Dunkelheit verschluckt...


20.07.2008: Tag der Abreise

Der letzte Tag begann noch ein gutes Stück früher Webby begann noch bei Dämmerung, sein Zelt geräuschlos zusammenzuschimpfen. Als die Stille nicht mehr zu überhören war auch nicht mit größter Anstrengung! kroch der leicht angegriffene Rest aus den Schlafsäcken. Zeit für Frühstück muss sein, deshalb wurde wieder alles verfüttert, was noch genießbar war.

Bei der Chefetage führte ein leerer Handyakku dazu, dass man total verpennte. Doch der nette Hotelchef hatte Erbarmen und brachte die Reste des Frühstücks. Er bestand sogar darauf, dass eine Brotzeit für unterwegs eingepackt wurde. Zwei Stamperl Schnaps gab es auch noch, und damit schaffte die Chefin gerade so den Weg auf den mittlerweile webbylosen Camp-Berg.

Während die Kinder die Zelte abbrachen, wie immer mit der nötigen Sorgfalt und Gemütlichkeit (blöde Fische!), vergnügte sich oguf beim Frühschoppen mit einer Bildzeitung. Geschickterweise hatte er sich auf dem Weg Richtung Sanitäranlagen postiert, so dass er sich den Berg ersparen konnte. Nach der ergreifenden Abschiedsszene machten sich Bits, Dayan und azi auf den langen und komplizierten Heimweg. Bald darauf war es auch für die Chefs Zeit, mit dem Zug die Heimreise anzutreten, die problemlos, dafür aber mit großem Gelächter und netten neuen Bekanntschaften verlief.



Teilnehmer: Azi (Kind), Kbps (Schwiegersohn), Dayan (Kind), Webby (das Skelett), oguf (Chef), spicy (Chefin), sowie Moirasam (Kurzbesuch mitsamt Eltern, Bruder + Freundin)

Bericht: spicy und azi

(ms); STVC-Meldung vom 24.07.2008; Quelle: STVC [1265 Aufrufe; 3 Kommentare]

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