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Neue Wege für die Sonnenenergie

Forscher wollen Straßen und Parkplätze dazu benutzen, die Sonnenenergie in Form von Strom und Wärme nutzbar zu machen.

Jeder weiß, was eine Straße ist - schließlich ist die ganze Welt voll davon. Findige Wissenschaftler in Amerika kamen nun auf die Idee, einen wohl allen bekannten Effekt des Asphalts auszunutzen: Unter Sonneneinstrahlung erhitzt sich das Material enorm.

Indem man kleine Kupferrohre in die Asphaltdecke einbaut, kann man so durch die Sonnenwärme Wasser erhitzen; Dieses könnte man direkt weiterverwenden, beispielsweise um damit zu heizen, oder man könnte mit Hilfe thermoelektrischer Generatoren Elektrizität erzeugen.

Die Idee ist überraschend einfach, und bietet doch viele Vorteile: Auch nach Sonnenuntergang bleibt der Asphalt noch eine ganze Weile warm und kann weiterhin Energie liefern, auf der anderen Seite würde die Entziehung der Energie auch die Straßen generell abkühlen, dies könnte die sogenannten Hitzeinseln in Städten verringern. Da es schon ein weit ausgebautes Straßennetz gibt, wird keine zusätzliche Oberfläche benötigt, wie sie beispielsweise von alternativen Energieformen in Form von Anbaufläche verlangt wird; Und schließlich wird eine Straße als Übel der Zivilisation gar nicht mehr wahrgenommen, im Gegensatz zu den Sonnenkollektoren, die viele als hässlich ansehen.

Da Asphaltdecken alle zehn bis zwölf Jahre erneuert werden müssen, könnte man bei dieser Gelegenheit die notwendige Technik gleich mit einbauen.
In nächster Zeit will das Forscherteam die Experimente im Labor beenden und den Feldversuch auf der Straße starten. Und schon gibt es Ideen zur Verbesserung: Statt Kupferrohren will man auch hocheffiziente Wärmetauscher testen.

(ms); STVC-Meldung vom 20.08.2008; Quelle: ScienceDaily [1159 Aufrufe; 0 Kommentare]

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