Am 10. September 2008 um 16.21 Uhr MESZ soll der GOCE-Satellit (Gravity Field and Steady-state Ocean Circulation Explorer) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) vom russischen Raketenstartplatz Plessezk mit einer Rockot-Rakete in seine Umlaufbahn gebracht werden.
Der eine Tonne schwere Satellit soll von einer sonnensynchronen niedrigen Erdumlaufbahn mit einer bisher unerreichten Genauigkeit und Auflösung das Gravitationsfeld der Erde vermessen und die Form der Erde kartieren. Dazu befinden sich an Bord des Satelliten sechs hochmoderne Beschleunigungsmesser. Mit den gesammelten Daten kann eine präzise Karte der Erdoberfläche und der Anomalien des Schwerkraftfeldes der Erde erstellt werden, die außerordentlich wichtig für zahlreiche Forschungen in den Bereichen Klimaforschung, Ozeanographie, Geophysik und anderer Geowissenschaften ist.
Für diese Mission musste von der ESA und ihren Partnern ein Satellit entworfen werden, der einerseits - um möglichst präzise Daten zu sammeln - in einer sehr niedrigen Umlaufbahn fliegen kann (260 km), andererseits aber auch die Störungen durch die Restatmosphäre in dieser Höhe eliminieren kann.
GOCE stellt die erste Kernmission des Erdforschungsprogramms der ESA dar. Für die nächsten zwei Jahre sind fünf weitere Starts geplant.
Wer Interesse hat kann den Start von GOCE unter www.esa.int/goce live verfolgen.
(sl); STVC-Meldung vom 28.08.2008; Quelle: ESA
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