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Ein kleiner Schritt für einen Astronauten...ein großer für einen "Taikonauten"?

Die chinesische Raumfahrt macht erreicht heute einen weiteren Meilenstein. Zum ersten Mal verlässt ein "Taikonaut" im All das Raumfahrzeug. Die aktuelle Mission der Shenzou 7 ist eine Probe für weitere Missionen.

Der für den 25. September angesetzte Start der Shenzou 7 wurde bereits im Vorfeld aus Peking als "historischer Tag" angepriesen. Heute wird sich herausstellen ob es tatsächlich ein historisches Ereignis zu sehen gibt, oder ob sich die warmen Worte aus Peking als heiße Luft entpuppen.
Vom Startplatz Jiuquan, der in der der Provinz Gansu liegt, wird die Mission starten.
Erstmals werden an einer chinesischen Raumfahrtmission drei "Taikonauten" teilnehmen. Bei vorherigen Missionen waren lediglich zwei "Taikonauten" an Bord.
Dies ist nicht das einzige Novum der Mission. Zum ersten Mal wird ein Chinese das Raumfahrzeug verlassen und für einige Zeit frei im Weltraum schweben.
Zhai Zhigang, ein 42 Jahre alter Pilot der chinesischen Luftwaffe, wird das Raumfahrzeug verlassen. Die Aktion wird von einem kleinen Satelliten gefilmt der eigens für die Mission mitgenommen wird.
Mit an Bord sind noch zwei weitere Jägerpiloten der nationalen Volksbefreiungsarmee. Liu Boming und Jing Haipeng, beide 42 Jahre alt. Selbstredend sind alle Piloten Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas.
Die Kosten für die Entwicklung des Raumanzugs der "Taikonauten" betrugen ungefähr 15 Millionen Dollar. Er ist den russischen Orlan-Anzügen ähnlich, die auch auf der ISS Verwendung finden.
Dieser Anzug ermöglicht Außenbordtätigkeiten von bis zu sieben Stunden.
Insgesamt wird die Mission der Shenzhou 7 68 Stunden dauern. Das Fahrzeug wird mit einer Fallschirmlandung in der mongolischen Steppe enden.
Sollte die Mission erfolgreich enden, wäre der Abstand zur amerikanischen und russischen bemannten Raumfahrt kleiner geworden.
Die Fortschritte in der chinesischen Raumfahrt stoßen nicht überall auf Begeisterung. Bereits im Jahr 2007 hatte China demonstriert, dass man in der Lage ist Satelliten abzuschießen.
Aus dem japanischen Verteidigungsministerium hieß es, "eine beträchtliche Anzahl chinesischer Satelliten dienen wahrscheinlich militärischen Zwecken. Raketen können heute nicht nur amerikanische Satelliten, sondern auch japanische Aufklärungssatelliten zerstören. Es hat sich jetzt die Möglichkeit ergeben, dass diese Satelliten in große Gefahr geraten, wenn die internationalen Spannungen sich erhöhen."
Chinas Staatsoberhaupt Hu Jintao widersprach jedoch dieser Darstellung mit den Worten: "Die Entwicklung der Weltraumforschung unserer Nation dient ausschließlich friedlichen Zwecken."

(mb); STVC-Meldung vom 25.09.2008; Quelle: welt.de [1260 Aufrufe; 0 Kommentare]

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