"Das ist ein historischer Moment für Indien. Wir haben unsere Reise zum Mond begonnen, und der erste Abschnitt verlief perfekt.", erklärte der Leiter der indischen Weltraumforschung, G. Madhavan Nair.
Um 6:30 Ortszeit startete die Sonde Chandrayaan I (Chandra = Mond, yaan = Schiff; dies bedeutet auf Hindi: "Reise zum Mond").Es handelt sich um die erste Mission Indiens, die über den Erdorbit hinaus geht. Damit holt Indien im Wettlauf in der Präsenz im Weltraum mit China und Japan auf.
Seit einem Jahr kreist bereits die japanische Mondsonde "Kaguya" um den Mond. Die chinesische Sonde "Chang'e-1" ist seit November 2007 in einer Umlaufbahn um den Mond.
Mit Hilfe der aktuellen Daten von der Mondoberfläche, erhofft man sich die vierzig Jahre Oberflächenkarte vom Mond auf den aktuellen Stand bringen zu können. Die Qualität der Karten vom Mond sei schlechter als Kartenmaterial vom Mars.
Die Sonde wird den Mond zwei Jahre lang in einer Höhe von 100 Kilometern umkreisen. Während dieser Zeit wird sie Gesteine und Mineralien im Mondboden erfassen. Chandrayaan I wird auch nach Wasser suchen.
Die Nachfolgemission Chandrayaan 2 soll in Kooperation mit Russland im Jahr 2011 gestartet werden. Bei dieser Mission soll ein unbemanntes Mondfahrzeug landen und die Oberfläche näher erkunden.
Wenn alles nach den Plänen der indischen Raumfahrtbehörde ISRO geht, sollen bereits im Jahr 2014 oder 2015 zwei Astronauten eine Woche lang ins Weltall geschickt werden.
2020 wäre man laut den ISRO-Plänen dazu in der Lage eine bemannte Mission zum Mond zu starten, bei der die ersten Inder den Mond betreten.
Neben dem Aspekt der Erforschung des Weltalls, erhofft sich Indien auch einen erfolgreichen Einstieg in die kommerzielle Raumfahrt. Diesen Markt teilten sich bisher die USA, Russland, China, die Ukraine und die Europäische Raumfahrtagentur ESA
(mb); STVC-Meldung vom 22.10.2008; Quelle: Handelsblatt
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