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Neue Erkenntnisse vom Titan: Niederschläge aus Kohlenwasserstoffen auf dem Saturnmond entdeckt

Auf Radarbildern der Sonde Cassini wurden Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen an den Polen des Mondes entdeckt. Diese werden durch Methanregen gefüllt.

Auf den Bildern die vom Mond Titan übermittel wurden, hatten Forscher dunkle Flecken entdeckt. Man hat bereits seit längerem vermutet, dass es sich bei den Flecken um Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen handelt. Dabei handle es sich vor allem um Methan.
Diese These wurde jetzt im "Geophysical Resarch Letters" bestätigt.
Auf den Radarbildern konnte man im Verlauf eines Jahres die Bildung neuer Flecken verfolgen. In dem betreffenden Jahr gab es eine starke Wolkenbildung über der südpolaren Region. Dies deute darauf hin, dass sich die Seen durch Regen gefüllt haben.
Nur der Mond Titan verfügt im Sonnensystem über eine dichte Atmosphäre.
"Es ist allerdings eine offene Frage, wie lange diese Atmosphäre schon existiert und wie lange es sie noch geben wird", erklärt Turtle, "denn es gibt nicht genug flüssiges Methan auf der Oberfläche von Titan, um durch Verdampfung die Atmosphäre über geologische Zeitskalen hinweg zu erhalten."
Die Forscher vermuten die Existenz von Methan-Reservoiren unter der Oberfläche des Saturnmondes. Den Forschern ist noch nicht bekannt, warum diese Seen ausschließlich in den polaren Regionen existieren. Die "Regenzeiten" seien nur im Frühjahr und Herbst. Diese Regenzeiten dauern auch nicht sehr lange an, so dass diese zur Bildung von Seen nicht ausreichend sind.
Die jahreszeitlichen Veränderungen sollen auch an den äquatornahen Zonen untersucht werden.

(mb); STVC-Meldung vom 30.01.2009; Quelle: wissenschaft-aktuell.de [1147 Aufrufe; 0 Kommentare]

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