750 Kilometer über Nordsibirien sind ein amerikanischer und ein russischer Satellit zusammengestoßen. Laut dem US-Unternehmen "Iridium" ging ein Kommunikationssatellit verloren, nachdem dieser von einem alten russischen Satelliten gerammt worden sei.
"Wir glauben, es ist das erste Mal, dass zwei Satelliten zusammengestoßen sind", erklärte Les Kodlick von der amerikanischen Luftwaffe. Einen derartigen Zusammenstoß dieser Art hätte es noch nie gegeben.
Laut dem "Joint Space Operations Center" der US-Streitkräfte, kreisen bereits 18.000 vom Menschen hergestellte Himmelskörper um die Erde. Zu diesen bekannten 18.000 Objekten kamen jetzt noch 600 neue hinzu. Radar-Untersuchungen ergaben, dass ungefähr so viele Trümmerteile im All zurückgeblieben sind. Diese Trümmer sind zum Teil nur wenige Zentimeter groß.
Laut einem NASA-Dokument besteht für die ISS ein leicht erhöhtes Risiko, von Raumschrott getroffen zu werden. Jedoch halte sich das Risiko "in akzeptablen Grenzen". Ein NASA Sprecher sagte, das die ISS möglicherweise ein Ausweichmanöver starten muss. Man habe bereits acht Mal vergleichbare Aktionen durchgeführt.
Auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos versichert, dass der ISS keine Gefahr droht. Allerdings könne man nicht für die Sicherheit anderer Satelliten garantieren.
Laut dem US-Militär handelt es sich bei dem russischen Satelliten um das Modell Cosmos 2251, einem Relaissender der zur Kommunikation 1993 ins All gebracht wurde.
Er sei allerdings seit ungefähr zehn Jahren außer Betrieb gewesen.
(mb); STVC-Meldung vom 12.02.2009; Quelle: tagesschau
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