Kirsten Beyers "Voyager: Full Circle" ist der erste Roman seit vier Jahren, der die Abenteuer der Crew im Alpha Quadranten fortsetzt. Vor einigen Tagen ist dazu eine ausführliche und interessante Kritik von Robert Lyons veröffentlicht worden - einem Redakteur, der sich selbst nicht unbedingt als "Voyager"-Fan sieht. (Achtung, Spoiler!)
Mit 576 Seiten soll der Roman "Full Circle" die verlorene Zeit seit dem letzten Buch der Relaunch-Reihe von "Voyager" wieder wettmachen. Obwohl Robert Lyons, Buchkritiker von trekmovie.com, sich nur mit Widerwillen an diesen "Backstein" von einem Buch setzte, zeigt seine Kritik doch, dass sich die Lektüre von "Full Circle" durchaus lohnt:
"Nach Admiral Janeways Tod durch die Hände der Borg (in Peter Davids TNG-Buch 'Before Dishonor'), tun Captain Chakotay und die Voyager-Crew ihr Bestes, um ihr Leben normal weiterzuführen, aber die Wut über den Verlust, der Schmerz ihrer Abwesenheit betrifft viele aus der Mannschaft. Die Reaktion auf Janeways Tod dient im Wesentlichen als Rahmenhandlung der gesamten Erzählung, während Beyer zwischen verschiedenen Nach-'Endspiel'-Abenteuern und mehreren Konflikten unter der Crew vor und zurück springt.
Zwei Haupthandlungen dominieren das Buch: die erste vor Janeways Tod, die zweite danach. Die erste handelt von B'Elanna Torres und ihrer Tochter Miral, die für einen klingonischen Messias gehalten wird. Auf der Suche nach mehr Informationen über diesen klingonischen Heiland im Kloster von Boreth werden Torres und Miral vermisst, so dass Tom Paris bei seinen Eltern auf der Erde unter Schock steht und sein ganzes Leben um sich herum zu zerbrechen scheint. Beyer begleitet die Voyager und Torres durch die Höhen und Tiefen der klingonischen Prophezeiung und des klingonischen Raums und zeichnet ein spannendes und temporeiches Abenteuer, das den Leser richtig mitreißt und 'Voyager' von seiner besten Seite zeigt. In der zweiten Hälfte der Handlung, hauptsächlich nach Janeways Tod, treten viele kleine Zwischenfälle an Bord der Voyager auf, die die Sternenflotte dazu führen, Chakotays Kommandofähigkeit anzuzweifeln. Die ganze Zeit erhält man die Chance, Chakotays blanke Trauer im Stillen, und seinen kummervollen Wandel in der Öffentlichkeit zu verfolgen selbst als die Föderation ihrem eigenen Untergang entgegensieht. In Folge der Ereignisse der 'Destiny'-Trilogie bereitet die Föderation eine neue Mission für die Voyager mit dem Code-Namen 'Project Full Circle' vor... doch es bleiben viele offene Fragen über die Mission, die teilweise erst auf den letzten Seiten geklärt werden.
Neben diesen beiden A-Storys füllt eine große Menge an B-Storys die Seiten von 'Full Circle', die ein ohnehin schon gutes Buch in ein großartiges verwandeln. So viel passiert von Seite zu Seite, dass viele Fans das Buch wahrscheinlich ein zweites Mal lesen wollen, bevor die Fortsetzung, 'Unworthy' im Oktober erscheint. Eine der erfreulichsten Dinge in 'Full Circle' war die Einführung so vieler neuer Gesichter, sowohl auf der Voyager als auch in der Sternenflotte. Von Counselor Hugh Cambridge zu Captain Afsarah Eden und Admiral Willem Batiste sind die Seiten dieses Buches mit Personen angefüllt, die interessant, sympathisch und nicht immer das sind, was sie scheinen. Beyer bietet eine Handlung, die viel Wert auf Charaktere legt, mit genug Drama, Intrigen, Misstrauen und Humor für drei oder vier Romane und erreichte etwas, das ich mir nie bei einem 'Star Trek: Voyager'- Buch vorstellen konnte: Sie erschuf eines, in dem ich einfach versank und von dem ich die letzten 400 Seiten in einer Nacht las. Zum ersten Mal bin ich tatsächlich auf die neuen Herausforderungen, Charaktere und Missionen gespannt, denen die Voyager und ihre Crew begegnen wird. In der Tat, meine Freunde, dieser Backstein kann fliegen... und zwar mit Slipstream-Geschwindigkeit!"
(sr); STVC-Meldung vom 22.03.2009; Quelle: trekmovie.com
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