Heute endet nach 19 Jahren die Mission der Sonnensonde Ulysses. Die Sonde analysierte den Sonnenwind und entdeckte Vulkanfontänen auf dem Jupitermond Io. Jetzt hat die Sonde keine Energie mehr. Sie wird allerdings noch weiterhin ihre Bahnen um die Sonne ziehen.
Am 30. Juli wurde die Sonde deaktiviert. Damit wurde sie fast zwanzig Jahre genutzt. Es war laut der ESA einer der erfolgreichsten und längsten Einsätze in der Geschichte der Raumfahrt.
Die Sonde wurde im Jahr 1990 gestartet und war flog als erste über die Pole der Sonde. Dabei gelang es ihr zahlreiche Daten über das Magnetfeld der Sonne zu sammeln.
Richard Marsden von der ESA erklärte: "Ulysses hat uns viel mehr über die Sonne und den sie umgebenden Raum gelehrt, als wir je erwartet hatten."
Die Abschaltung der Sonde erfolgte in Absprache mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Die Energieversorgung erfolgte durch die thermale Ausstrahlung eines Plutonium-Generators. Bei dem Zerfall der radioaktiven Isotope entsteht Wärme die in elektrische Energie umgewandelt wird.
Nach der langen Zeit im All wurde die Strahlung schwächer. Ohne ausreichende Energie frieren die Treibstoffleitungen ein und damit gefriert das Hydrazin das die Sonde antreibt.
Laut der ESA wird die Sonde die Sonne weiterhin als künstlicher Komet umkreisen.
In Argentinien baut die ESA ihre Empfangsstationen für Signale aus dem Tiefenraum aus. Man hat dafür ein Gebiet in der Provinz Mendoza ausgewählt um dort eine neue 35-Meter Antenne zu errichten.
Das Areal ist 1000 Kilometer westlich von Buenos Aires und bietet alle Voraussetzungen für die langfristige Investition einer Empfangsanlage. Der Standort muss frei von Funkstörungen sein. 35 Standorte in Argentinien und Chile wurden geprüft.
Die neue Anlage soll 2012 fertig sein.
(mb); STVC-Meldung vom 01.07.2009; Quelle: stern.de
[1422 Aufrufe; 0 Kommentare] Vorherige News: [Jeri Ryan in TNT Serie "Leverage"] Nächste News: ["Unworthy": Neues Cover-Bild]

