Die Internationale Raumstation wird sich auf drei Kilometern den Überresten einer "Ariane 5"-Rakete nähern. Es besteht zwar keine Gefahr für die Besatzung, jedoch zeigt sich erneut die Gefahr durch die Hinterlassenschaften der Raumfahrt.
Die ISS wird heute mit ihrer Flugbahn ein großes Müllfeld kreuzen. Die Überbleibsel der "Ariane 5" treiben seit drei Jahren durchs All. Laut der amerikanischen Raumfahrtbehörde, NASA, wird die Raumstation sich der Trümmerteile mehr annähern als man bisher angenommen hat. Eine Evakuierung der Station wird dennoch nicht nötig sein.
Unter größter Beobachtung steht ein Stück Weltraumschrott von 19 Quadratmetern Größe. Mark Matney, Wissenschaftler bei der NASA, erklärte gegenüber dem Radiosender NPR : "Teile mit diesem Durchmesser sind groß genug, dass sie von Radarstationen des Verteidigungsministeriums geortet werden können, und dass man sogar Vorhersagen machen kann, welche Flugbahnen sie in Zukunft einnehmen werden."
Bereits kleine Objekte können einen enormen Schaden bei Raumfahrzeugen anrichten. Dieses Problem ist nicht unbekannt. Bereits im März war die ISS durch zu spät erkannte Schrottteilchen bedroht. Dieses war 2,5 Zentimeter groß und vier Kilometer entfernt. Damals sprachen Experten von einem "extrem nahen Vorbeiflug". Ein Einschlag konnte jedoch vermieden werden.
Die russischen und amerikanischen Weltraumbehörden sind bereits mit der Problematik des Weltraumschrotts beschäftigt. Aktuell überlegt man, ob es möglich ist den gefährlichen Schrott einzufangen. Dazu erklärten Wissenschaftler der NASA: "Es gibt kein Problem, das man nicht lösen kann."
(mb); STVC-Meldung vom 04.09.2009; Quelle: tagesschau
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