Wind und Wolken haben den Start der neuen Rakete am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida während des vierstündigen Startfensters mehrfach verhindert. Stattdessen soll die Rakete am Mittwoch starten. Dazu hat man wie heute am Dienstag ein vierstündiges Startfenster zur Verfügung.
Die neue Ares-1-X-Rakete ist eine Kernkomponente des Constellation-Programms der NASA. Man plant mit ihr das in die Jahre gekommene Space Shuttle abzulösen. Im Jahr 2010 will man nach den Plänen der Raumfahrtbehörde die verbliebenen Space Shuttles außer Dienst stellen.
Geplant ist auch eine stärkere Version der Ares-V, mit der man beabsichtigt Astronauten zum Mond oder sogar zum Mars zu schicken.
Bei dem Testflug soll die unbemannte Rakete circa 40 Kilometer hoch und 70 Kilometer weit fliegen. Die untere Raketenstufe soll abgetrennt und mit einem Fallschirm gebremst in den Atlantik fallen. Die obere Stufe, eine Attrappe der Raumkapsel für die Besatzung soll auch ins Meer stürzen. Im Gegensatz zu der Raketenstufe soll die Attrappe jedoch nicht geborgen werden.
Kritik zu den Plänen der NASA kamen von einer von Präsident Obama einberufenen Kommission. Diese beurteilt alle laufenden NASA-Programme und ist zu der Ansicht gelangt, dass sich die Raumfahrtbehörde die ehrgeizigen Ziele zum Mond und Mars zu fliegen mit dem derzeitigen Budget nicht leisten kann. Die Kommission sprach sich bei Flügen zur Internationalen Raumstation für eine günstigere Raketen-Variante aus, die in Zusammenarbeit mit anderen Ländern gebaut werden könnte. Der Präsident hat sich noch nicht über die Zukunft der Programme geäußert.
(mb); STVC-Meldung vom 27.10.2009; Quelle: zeit.de
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