Es gibt keinen Zweifel daran, dass Erdbeben der Stärke 8.8 war ein schweres Beben. Laut Berechnungen der NASA wurde die Erdmasse dabei so stark verschoben, dass sich unser Planet jetzt etwas schneller dreht.
Laut Berechnungen amerikanischer Wissenschaftler verkürzte das Beben von Chile den Tag um ca. eine Millionstel Sekunde. Die Erdachse wurde um acht Zentimeter verschoben und die Erdmasse so verlagert, dass sich die Rotation der Erde leicht beschleunigt haben könnte.
Richard Gross, ein Forscher der Raumfahrtbehörde NASA erklärte den Effekt mit dem Bild einer Eisläuferin. Wenn sie ihre Pirouetten mit ausgebreiteten Armen dreht, ist die Drehung vergleichsweise langsam, sie beschleunigt aber, wenn sie die Arme eng an den Körper legt. Sie verteilt also ihre Masse anders.
Laut den Forschern der NASA sind die Veränderungen die durch das Beben hervorgerufen wurden permanent. Die Auswirkungen sind jedoch so minimal, dass es den Wissenschaftlern nicht gelang diese zu messen. Man konnte sie nur ausrechnen. Die Untergrenze für Messungen liegen den Angaben zufolge bei 5 Mikrosekunden.
Das Beben von 2004 im Indischen Ozean hatte bereits Auswirkungen auf die Tageslänge. Laut den Forschern der NASA wurde dabei der Tag um 6,8 Mikrosekunden verkürzt.
(mb); STVC-Meldung vom 14.03.2010; Quelle: tagesschau
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