Heute hat die europäische Weltraumbehörde ESA die Teilnehmer der "Mars500"-Studie vorgestellt. Zwei der vier europäischen Kandidaten werden an einer Studie teilnehmen, in der ein 520 Tage andauernder Flug zum Mars simuliert wird. Man will so herausfinden, wie sich unter den extremen Bedingungen die Leistungsfähigkeit der Menschen ändert.
Heute wurde im niederländischen Noordwijk die Teilnehmer eins simulierten Fluges zum Mars vorgestellt. Für die Mission haben sich vier europäische Astronauten vorbereitet, es können jedoch nur zwei der Astronauten an der Mission teilnehmen. An der Mission werden zwei Astronauten aus Europa, drei aus Russland und möglicherweise ein Astronaut aus China teilnehmen. Die Astronauten werden auf engsten Raum zusammenleben, mit rationierten Lebensmitteln auskommen müssen und nur eingeschränkte Kommunikation zur Verfügung haben.
Die Isolationsstudie ist eine der wichtigsten Studien zur Vorbereitung auf eine zukünftige Mars Mission. Diese findet auf dem Testgelände des Instituts für Biomedizinische Probleme in Moskau statt. Bereits im Jahr 2007 gab es dort eine zweiwöchige Testmission. Im vorigen Jahr wurde der Zeitraum auf 105 Tage ausgeweitet. Schon nach dieser Testmission beklagten sich die Teilnehmer darüber, wie deprimierend die lange Trennung von Familien und Freunden sei.
Bei der Studie will man herausfinden, wie man die physische und psychische Leistungsfähigkeit unter solchen extremen Bedingungen erhalten kann. Die Crew muss auf engstem Raum zusammen auskommen. Sie werden während der Mission nur ihre Kollegen zu Gesicht bekommen.
Zudem müssen die Astronauten mit den Lebensmitteln auskommen, die sie zu Beginn der Mission an Bord hatten. Während der Simulation ist die Kommunikation mit der Außenwelt nur über das Internet möglich. Dabei werden die Teilnehmer der Studie wie bei einem echten Raumflug eine Verzögerung von 20 Minuten in Kauf nehmen.
Die Vorbereitungen für die Mission begannen bereits im Februar. Alle Teilnehmer der Mission sprechen Russisch und Englisch. Sie verfügen über Kenntnisse in Medizin, Ingenieurwesen, Biologie und Informatik.
(mb); STVC-Meldung vom 22.03.2010; Quelle: Focus online
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