Forscher hatten befürchtet, dass der Golfstrom sich verlangsamen würde. Als mögliche Ursache dafür, nannte man das Abschmelzen polarer Gletscher, die kaltes Süßwasser in den Atlantik spülen könnten. Laut einer neuen Studie ist der Golfstrom nicht langsamer geworden.
In den letzten Jahren hatten Forscher mehrfach erklärt, dass der Golfstrom schwächer werde. Laut den Klimavorhersagen hieß es, der Golfstrom und sein nördlicher Ausläufer der Nordatlantikstrom würde schwächer.
Im Fachblatt "Geophysical Research Letters" wurde die Studie des NASA-Ozeanografen Josh Willis veröffentlicht. Die Studie wurde auf Grundlage von Satellitenbildern und Messdaten von über 3000 Forschungsbojen erstellt.
Seit dem Jahr 1993 habe sich die Fließgeschwindigkeit leicht erhöht. Dies entspreche dem natürlichen Zyklus des Golfstroms. Die Daten der Bojen bewiesen, dass sich die Menge des transportierten Wassers von 2002 bis 2009 nicht geändert habe. Die verfügbaren Satellitendaten reichten bis ins Jahr 1993 zurück. Laut diesen Daten, ist der Golfstrom 20 Prozent stärker geworden.
Ohne den Golfstrom und seinen nördlichen Ausläufer würden in Europa sibirische Temperaturen herrschen. Der Strom hat seinen Ursprung im Golf von Mexiko. Von dort aus strömt das Wasser von Winden und der Erddrehung beeinflusst in Richtung Norden. Das Wasser kühlt dabei ab und gewinnt an Dichte. Zwischen Nordmeer und Nordatlantik sinkt es um dann wieder in Richtung Süden transportiert zu werden.
Bereits 2005 hatten Forscher vom Wissenschaftsmagazin "Nature" davor gewarnt, dass der Golfstrom ein Drittel weniger Wasser nach Norden transportierte. Dies erwies sich im Nachhinein als Fehlalarm.
(mb); STVC-Meldung vom 01.04.2010; Quelle: Welt.de
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