Die Raumfähre "Discovery" wird einen Tag länger als ursprünglich geplant im All bleiben. Man wird den Tag nutzen, um den Hitzeschild der Internationalen Raumstation zu überprüfen.
Aufgrund des Defektes einer wichtigen Hochleistungsantenne, funktionierte das Kommunikationssystem des Space Shuttles nicht richtig. Deswegen war es nicht möglich, die Videoaufnahmen und die Ergebnisse der Laser-Untersuchung des Hitzeschildes zum Kontrollzentrum der amerikanischen Weltraumbehörde NASA zu schicken. Deshalb bleibt die "Discovery" einen Tag länger im All bleiben.
Es besteht zwar nicht der Verdacht, dass der Hitzeschild beschädigt wurde. Jedoch untersucht man seit dem "Columbia"-Unglück die Kacheln aufmerksamer. 2003 verglühte die Raumfähre "Columbia" in der Atmosphäre. Sieben Astronauten verloren während dieses Vorfalles ihr Leben.
Die Untersuchung der Raumfähre findet normalerweise statt, wenn die Raumfähre bereits von der ISS abgedockt hat. Aufgrund des Antennenproblems ist es nun anders. Die Raumfähre wird am 19. April um 14.54 Uhr MESZ landen.
Am Sonntag tauschten die Astronauten bei einer Außenmission den Ammoniaktank der Station aus. Die Vorbereitungen dieser Außenmission fanden bereits am Freitag statt. Man nutzt das Ammoniak für das Kühlsystem der Internationalen Raumstation.
Am Dienstag ist der dritte und letzte Außeneinsatz geplant.
(mb); STVC-Meldung vom 11.04.2010; Quelle: Spiegel
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