Aufgrund der Aschewolken die durch den Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull verursacht werden, wurde der Flugverkehr in Großbritannien und großen Teilen Nordeuropas eingestellt.
Laut der Pilotenvereinigung Cockpit ist die Vulkanasche für den Flugverkehr sehr gefährlich. Im schlimmsten Fall könnten die Triebwerke eines Flugzeuges ausfallen.
Der Münchner Hersteller "MTU Aero Engines" erklärte, dass mechanische Probleme eher nachrangig seien. Partikel können zwar in das Innere des Triebwerkes gelangen, diese würden aber standardmäßig mit Sand getestet.
Die Asche kann allerdings die Aerodynamik eines Flugzeuges beeinflussen. Durch die Teilchen entsteht eine Art Film auf dem Flugzeug, der erkaltet und erstarrt. Dieser Film könne allerdings nur entstehen, wenn die Asche noch heiß sei.
Fenster von Flugzeugen können durch die aufgewirbelten Partikel zerkratzt werden. Dadurch wäre die Sicht des Piloten beeinträchtigt. Zudem könnten die Sensoren für die Messgeräte die Höhe und Geschwindigkeit bestimmen ausfallen.
Der Vulkanologe Bernd Zimanowski erklärte, dass es in Deutschland keine gesundheitlichen Risiken gebe. Dies wäre nur der Fall, wenn es eine sehr hohe Konzentration Vulkanasche gäbe. Dies ist laut Ziemanowski nicht zu erwarten.
Jedoch kann die Asche Auswirkungen auf das Wetter haben. Bei einem starken Vulkanausbruch besteht die Gefahr, dass ich das Wetter für Jahre verändert. Aufsteigende Asche kann die Sonne verhüllen und die Windströmungen ändern sich.
Dabei sei die Menge des Schwefels ausschlaggebend die beim Ausbruch ausgetreten ist. In der Atmosphäre entstehen Tröpfchen aus Schwefelsäure, die das einfallende Sonnenlicht streuen und einen Großteil davon ins All reflektieren. Als Folge davon fallen die durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde. Da diese Tröpfchen lange in der Stratosphäre bleiben, klingen die Klimaveränderungen nur langsam ab.
(mb); STVC-Meldung vom 15.04.2010; Quelle: Tagesschau
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