Zwei amerikanische Wissenschaftler haben vorgeschlagen, den ersten Flug zum Mars als eine Mission ohne Rückkehr zu starten.
Im "Journal of Cosmology" argumentieren die beiden Forscher, dass dies eine kostengünstige Variante sei. Zudem solle man ältere Astronauten für diese Mission beauftragen, da es mangels medizinischer Versorgung und erhöhter Strahlung eine geringere Lebenserwartung gebe.
Die technischen Voraussetzungen für eine Mission zum Mars seien bereits heute gegeben oder stehen in näherer Zukunft zur Verfügung. Dirk Schulze-Makuch von der Washington-State-Universtät und Paul Davies von der Arizona-State-Universität plädieren für die Einbahnstraße zum Mars.
Es sei zwar kostengünstig aber dennoch keine Selbstmordmission für die Astronauten.
"Die Astronauten würden sich auf den Weg zum Mars begeben in der Absicht, dort den Rest ihres Lebens zu verbringen, als Wegbereiter einer permanent besiedelten Kolonie auf dem Mars"
Der Vorschlag trifft bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA nicht auf Begeisterung. Dort will man auf jeden Fall die Astronauten wieder zurückholen.
Davies gehörte zu den ersten Vertretern die der Ansicht waren, dass der Samen des Lebens vom Mars stammt. Zu seinen Forschungsfeldern gehören die Kosmologie, Quantenfeldforschung und Astrobiologie. Schulze-Makuch hat Bücher über Leben auf fremden Planeten veröffentlicht. Seine Forschungsgebiete sind unter anderem die Öko-Hydrologie (die Erforschung von Wasservorkommen auf Planeten und Monden die eine Vorrausetzung für mikrobaketerielles Leben sind).
Laut Schulze-Makuch würde man Astronauten um die 60 zum Mars senden. Die Lebenserwartung der Astronauten würde durch die fehlende medizinische Versorgung und durch die erhöhte Strahlung verringert. Durch die Strahlung würden auch die Fortpflanzungsorgane der Astronauten geschädigt werden. Deshalb wäre es zu Beginn nicht ratsam Astronauten in zeugungs- und gebärfähigem Alter zum Mars zu senden. Laut den Wissenschaftlern verfügt der Mars über ausreichend Schwerkraft, Atmosphäre, Wasser, Kohlendioxid und wichtigen Mineralien um Siedlern den Aufbau einer autarken Kolonie zu ermöglichen.
Die beiden Wissenschaftler empfehlen in ihrem Artikel Zweier-Teams zum Mars zu senden. Man könne die ersten Missionen in zwanzig Jahren starten.
Als einen möglichen Standort auf den Mars empfehlen die Forscher eine Eishöhle die vor Strahlung schütze und wo es Wasser und Sauerstoff gibt.
Auch wenn die NASA skeptisch ist, glauben die Forscher daran das es ausreichend Freiwillige geben würde. In ihrer Argumentation nennen sie den Mars ein Rettungsboot für die Menschheit.
(mb); STVC-Meldung vom 23.11.2010; Quelle: Welt
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