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Amerikanisches Privatunternehmen schickt Raumkapsel "Dragon" ins All

Am Mittwoch hat ein privates amerikanisches Unternehmen eine Raumkapsel erfolgreich ins All geschossen.

Das Unternehmen SpaceX hat vom amerikanischen Weltraumzentrum Cape Canaveral die Kapsel "Dragon" mit Hilfe einer Trägerrakete des Typs Falcon-9 ins All geschossen. Sollte der Testverlauf planmäßig verlaufen, wäre es denkbar dass die Kapseln die außer Dienst gehenden Space Shuttles für Flüge zur Internationalen Raumstation ersetzen.
Die Kapsel soll zwei Mal die Erde umrunden und dann nach vier bis fünf Stunden an einem Fallschirm im Meer landen.
Mit diesem Projekt will man herausfinden, ob in Zukunft private Unternehmen als Ergänzung zu staatlichen Raumfahrtprogrammen Versorgungsflüge zur ISS unternehmen können. Mit der Kapsel soll man bis zu sieben Personen als Besatzung und mehrere Tonnen Ladung transportieren können. Nach der Ausmusterung der Space Shuttles wird die amerikanische Raumfahrtbehörde über keine bemannte Raumfahrt mehr verfügen.
Um Kosten zu sparen will die amerikanische Regierung deshalb in Zukunft auf private Unternehmen setzen. Ende 2008 hatte die NASA mit dem Unternehmen SpaceX einen Vertrag über 1,6 Milliarden Dollar zur Entwicklung einer Raumkapsel abgeschossen. Es gibt einen ähnlichen Vertrag mit der Firma Orbital Space Cooperation in der Höhe von 1,9 Milliarden Dollar.
Wenn der Flug der "Dragon"-Kapsel erfolgreich ist, wird als nächstes eine fünftägige Mission anstehen. Die Kapsel soll sich dann während der Mission auf zehn Kilometern der ISS nähern. Anschließend würde es eine bemannte Mission mit Lastentransport zur Internationalen Raumstation geben.
Das Unternehmen SpaceX peilt diese Mission für das Jahr 2011 an, rechnet aber mit möglichen Rückschlägen. "Der Erfahrung lehrt, dass substanzielle Probleme auftreten werden", hatte SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell am Montag erklärt. "Ich würde die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs auf 70 Prozent veranschlagen."

(mb); STVC-Meldung vom 08.12.2010; Quelle: AFP [1687 Aufrufe; 0 Kommentare]

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