Forscher haben eine neue Supernova-Art entdeckt. Eine Supernova ist so hell, dass sie noch mehrere Milliarden Lichtjahre entfernt zu sehen ist. Damit gelangen Wissenschaftler an Kenntnisse über weit entfernte Regionen.
Der Lebenszyklus einer Sonne endet mit einer Supernovae. Der sterbende Planet leuchtet ein letztes Mal auf. Dabei strahlt er von der Erde aus beobachtet aus wie eine Galaxie. Forschern ist es nun gelungen eine neue Art der Supernovae zu entdecken. Diese sind zehnmal heller als bisher bekannte Supernovae. Laut Robert Quimby und seinem Team vom California Institute of Technology entstehe diese Strahlung durch einen anderen physikalischen Prozess.
Während des Projektes "Palomar Transient Factory" war man auf neuartige Himmelsobjekte gestoßen. Ein Teleskop sucht dabei am Himmel nach vorübergehend aufleuchtenden Strahlungsquellen. Diese werden "Transients" genannt. Mit dieser Methode haben die Forscher mehr als tausend Supernovae entdeckt.
Dabei unterschieden sich vier der Explosionen von den anderen. Sie waren nicht nur ungewöhnlich hell, diese strahlten auch eine starke ultraviolette Strahlung aus. Zudem strahlten sie eine andere chemische Zusammensetzung als die anderen Explosionen aus. Manb fand keine Spur von Wasserstoff und auch Elemente wie Kalzium und Eisen fhelten.
Bisher waren bei Supernovae mehrere physikalische Prozesse an der Entstehung der Strahlung beteiligt.
- Der radioaktive Zerfall frisch produzierter Elemente
- Die Schockwelle der Explosion in der äußeren Hülle des sterbenden Sterns
- Die Wechselwirkung der herausgeschleuderten Materie mit dem umgebenden Gas.
All diese Vorgänge kann man mit den Eigenschafen der neuen Supernovae nicht erklären.
Die Forscher erklärten die Vorgänge damit, dass die Blitze von Sternen stammen die 90- 130 mal mehr Masse als unsere Sonne haben. Sterne wie diese pulsieren vor der Explosion heftig. Dabei werden Teile ihrer Außenhülle mit hoher Geschwindigkeit abgestoßen. Man vermutet, dass der Zusammenprall von Explosionstrümmern die extreme Helligkeit und andere Eigenschaften der Objekte verursacht.
Solche Supernovae können noch in einer Entfernung von 12,5 Milliarden Lichtjahren wahrgenommen werden. Das Licht der Supernovae durchquert auf dem Weg zu uns Gaswolken und Galaxien. Dabei ist es den Forschern möglich, weit entfernte Objekte zu untersuchen die sonst unsichtbar wären.
(mb); STVC-Meldung vom 09.06.2011; Quelle: Spiegel
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