Mit der Landung der "Atlantis" wird das Ende des Space Shuttle-Programmes kommen.
Die Entwicklung des Space Shuttles begann nach den Apollo Missionen. Die ursprüngliche Konzeption sah ein kostengünstiges wiederverwertbares Raumfahrzeug vor. Im Vergleich zur Rakete sollte der Einsatz des Space Shuttles günstiger werden. Doch die Kosten für das Space Transportation System, kurz STS, beliefen sich kurzzeitig bei einer halben Milliarde Dollar pro Start. Diese kosten stiegen zuletzt auf eine Milliarde Dollar ein. 
Das Space Shuttle wurde auch gerne von der Politik genutzt. Richard Nixon war zwar kein großer Befürworter des Raumfahrtprogrammes, aber er war sich bewusst das er mit dem Space Shuttle Wählerstimmen in jenen Bundesstaaten gewinnen konnte die wichtige Zentren der Raumfahrt waren.
Die ursprünglichen Pläne sahen vor, dass die Raumfähren im Wochentakt Missionen vornehmen können. Auch diese Idee konnte nicht realisiert werden.
Das Space Shuttle ist in der Lage sieben Astronauten und eine Nutzlast von 24,5 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn (zwischen 200 und 600 Kilometern) zu transportieren. Mit Hilfe von Andockadaptern kann das Shuttle an die Internationale Raumstation andocken. Mit dem Space Shuttle bot sich auch die Möglichkeit Satelliten zu reparieren oder zurück zur Erde zu transportieren. 
In der Geschichte des Programmes kam es zu zwei großen Unfällen. Die Challenger verunglückte am 28. Januar 1986. Entgegen der Warnungen ,dass ein Start bei Temperaturen unter 12 C ein Risiko seien, entschied sich die NASA für einen Start. Wenige Sekunden nach dem Start versagte ein Dichtungs-O-Ring der rechten Feststoffrakete. Dabei traten heiße Verbrennungsgase aus. Die Flamme traf auf den Außentank und die Befestigung der Feststoffrakete. Nach 73 Sekunden zerbrach in 15 Kilometern Höhe der Tank. Als Folge wurde das Shuttle durch enorme aerodynamische Kräfte zerstört. Man geht davon aus, dass die Astronauten zu diesem Zeitpunkt noch lebten. Jedoch starben die Astronauten spätestens in dem Moment, als die Cockpit-Sektion auf der Wasseroberfläche des Atlantiks einschlug.
Als Konsequenz daraus wurden die Feststoffbooster überarbeitet. Man hatte auch neue Möglichkeiten für Flugabbruchmöglichkeiten ausgearbeitet.
Das zweite Unglück ereignete sich im Januar 2003 beim Start der Columbia. Während des Start im Januar 2003 brachen Teile vom Außentank ab. Vermutlich brachen auch Eisstücke ab. Diese trafen die linke Flügelvorderkante und beschädigten die Hitzeschutzkacheln. Dieser Vorfall wurde zwar bemerkt, man war sich aber nicht über die Tragweite des Vorfalles bewusst. Auf dem Rückflug trat heißes Plasma durch das Loch in die Flügelstruktur ein und führte zu einem Versagen der Struktur. Die Raumfähre brach auseinander. Zu diesem Zeitpunkt flog das Shuttle mit 23-facher Schallgeschwindigkeit und in einer Höhe von 70 Kilometern.
Das Columbia-Unglück führte zu einer Überarbeitung des Außentank. Der Hitzeschild erhielt eine Verstärkung.
Im September 2010 kündigte die amerikanische Regierung an, dass man das Space Shuttle-Programm einstellen werde.
Bis der Nachfolger des Space Shuttle zur Verfügung steht, werden amerikanische Astronauten "per Anhalter" an Bord von Sojus-Raketen zur Internationalen Raumstation transportiert werden. Das Constellation-Programm, das von dem damaligen Präsidenten George Bush gestartet wurde, setzt wieder auf eine Kombination aus Trägerrakete und Raumkapsel. Das Projekt wird bis zum Jahr 2020 Kosten in Höhe von 97 Milliarden Dollar verursachen.
(mb); STVC-Meldung vom 20.07.2011; Quelle: n-tv
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