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Amoklauf, Waffengesetz, generelle Gewaltbereitschaft...
Fähnrich
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Ja, ich weiß es gibt bereits einen Thread mit dem Namen "Gewalt an der Schule" und nein, das hier wird kein Bericht über das jüngste, blutigste Massaker an der Universität in Blacksburg.

Ich wundere mich nur schon seit Dienstag Abend... warum man hier (damit mein ich nicht unbedingt das Forum) nicht darüber spricht!?!
Sind wir echt schon so abgestumpft dass der Tod von 32 Menschen uns so dermaßen kalt lässt?

Ich hab mir die Tage einen Beitrag im Kopf zusammengesponnen, der hier als Einleitung zu einer möglichen Diskussion oder eines Gedankenaustausches dienen sollte... aber mittlerweile sind von diesem Beitrag nurmehr die Fragen übrig geblieben, die mir kein Artikel im Web beantwortet.
Waffengesetz? Als ob das daran etwas ändern würde, wenn es schwieriger wird sich eine Pistole o.ä. zu besorgen.

Mich würde interessieren, wie ihr darüber denkt... Allgemein. Über die "Gewaltbereitschaft der Jugend gegenüber Autoritätspersonen (sei es jetzt ein Uniprofessor oder ein Lehrer am Gymnasium).
Auch einen Kommentar (sofern man kommentieren dazu sagen kann) zum Amoklauf von Blacksburg würde ich gerne lesen.

Vielen Dank!




Bild; Quelle: http://bilder.stvc.de/albums/userpics/10019/blog_divider.jpg
Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.

18.4.2007, 21:07

 
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Heute war die Hetzjagd ja wieder auf allen Kanälen und die "Täter" für den Ausbruch wurden gesucht. Natürlich fielen wieder einmal die Rockmusik.
Und da ist natürlich die Tatsache dass der Student blutige Theaterstücke schrieb. Er soll darum durchgedreht sein.

Nur ich höre auch diese böse Rockmusik und schreibe selber auch nicht unbedingt von den Bienen und Blüten.
Nur macht mich das auch gleich zum Psychopathen?

Das alles ist doch nur wieder eine Hetzjagd gegen alles und jeden. Am Ende wird es viel Gerede um Nichts gewesen sein und die Opfer des Amoklaufs werden vergessen sein wie alle anderen auch, zumindest bis zum Jahrestag.
Denn mal ehrlich: wer von euch erinnerte sich an die Opfer von Columbine 1999 bevor sie in diesem Zusammenhang wieder erwähnt wurden? Oder wer dachte ich letzter Zeit wieder an Erfurt??




Angst vor der Zukunft haben nur Leute, die nicht vorbereitet sind

18.4.2007, 21:12

 
Fähnrich
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Ich mußte an dich denken, als ich das von den Theaterstücken las. Und auch deshalb stellt sich mir die Frage... Warum er und du nicht? Ergo ist der "Fakt" er hat dieses und jenes getan vor dem Amoklauf für mich nicht ausschlaggebend. Die Medien nehmen es nur zu gern als Aufhänger (weil sie ja sonst nichts stichhaltiges zur Hand haben Grafik)




Bild; Quelle: http://bilder.stvc.de/albums/userpics/10019/blog_divider.jpg
Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.

18.4.2007, 21:24

 
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Na danke, das du da gleich an mich denkst Grafik Dabei schreibe ich doch nur was ihr da alles so erwähnt zusammen und ergänze es mit diesem und jenem Grafik

Aber es stimmt schon, die Medien machen doch aus jeder Mücke einen Elefanten wenn es sich lohnt.
Und selbst wenn er vor seiner Tat einen Burger essen war, muss das nicht gleich heißen das Fleisch böse macht.
Vielmehr sollten sich alle Leute fragen ob sie nicht etwas mehr auf ihre Umgebung achten sollten als nur auf sich selber.
Ob sie nicht mal was für andere tun sollten als nur an ihren eigenen Vorteil zu denken




Angst vor der Zukunft haben nur Leute, die nicht vorbereitet sind

18.4.2007, 21:30

 
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... es wird so ablaufen wie immer. die medien werden sich überschlagen mit berichten von musikrichtungen, computerspielen usw die die gewaltbereitschaft angeblich steigern und diesen dann die schuld zu schieben

warum nicht schon nach den schüssen im wohnhaus etwas unternommen wurde, wird heruntergespielt weden, in zwei wochen werden die medien nicht mehr darüber berichten, die sache gerät für unbeteiligte in vergessenheit, bis zum nächsten mal.

es ist, egal in welchem land, ein immer wiederkehrender kreislauf. amoklauf-> der täter wird vorgestellt und analysiert-> ursachen werden erforscht-> schuldzuweisungen ausgesprochen-> medien berichten-> die sache wird vergessen-> nächster amoklauf-> prozedere nach dem altbewährtern schema




Bild; Quelle: http://i101.photobucket.com/albums/m45/wulli83/dastierischetrio.jpg

18.4.2007, 21:36

 
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Beitraglink: 178097
Computerspiele sind Killerproduzenten und schaffen potentielle Amokläufer. Tun sie nicht? Na gut, nehmen wir die Erziehung. Oh verdammt, auch nicht. Schön, dann eben Rockmusik. Und falls das auch nicht fruchtet haben wir immernoch das Internet, immerhin hätten wir da gleich alles vereint.

Das klingt trivial? Vielleicht. Aber, mal ehrlich: So und nicht anders handhaben es die Medien. Irgendein Sündenbock muss doch gefunden werden, es kann immerhin nicht angehen, dass ein Junge aus einem gut behüteten Elternhaus, der nie Interesse an Obigem zeigte plötzlich austickt.
Egal was passiert, die Ursachenforschung wird meiner Meinung nach völlig falsch angegangen.

Nicht immer sind es bestimmte Faktoren, die dafür verantwortlich sind. Ebenso gut kann etwas bestimmtes nur der Auslöser, der berühmte Tropfen des gefüllten Fasses sein und in Wirklichkeit liegt das Problem viel tiefer. Psychische Probleme sind nicht immer auf sozialen Hintergrund oder Lebensumstände zurückzuführen, die Gewaltbereitschaft kann ganz andere Gründe haben.
Der junge Mann, der 32 Menschenleben auf dem Gewissen hat, hat all diese Menschen gekannt. Er hat mit voller Absicht gewisse Schüler (Bekannte, Freunde, Ex-Freundin) ausgewählt.
Vielleicht hat er Probleme gehabt, von denen niemand wusste.
Vielleicht wollte er mit seinen Theaterstücken seine Wut ausleben.
Vielleicht wollte er damit den Amoklauf planen.
Vielleicht hatte das alles aber auch gar nichts miteinander zu tun!

Zu sagen, jemand bringt jemand anderen um oder verletzt ihn vorsätzlich, weil er einfach gerade Lust dazu hatte oder sein Gewissen ihn daran nicht hindert, wäre viel zu leicht. Kein spannendes Warum, keine abenteuerlichen Spekulatinen, vorallem aber keine Verallgemeinerungen, wie sie die Menschen so gerne anstellen. Wenn man lange genug sucht hat jeder, der je ein Verbrechen begangen hat, mal mit einerm der Faktoren Kontakt gehabt.

Der Mensch als Individuum, das ohne erkennbaren Grund gegen die Moral handelt. Nein, sowas darf natürlich nicht sein, dann schon lieber PC-Spiele, schlechte Erziehung und Rockmusik.
Ich hab im Übrigen PC-Spiele gespielt und höre überwiegend Rockmusik, ich glaub, meiner Gewaltbereitschaft war das nicht wirklich förderlich, muss ich wohl was falsch gemacht haben... Grafik




Begeisterung macht Waffeln. Bild; Quelle: http://img683.imageshack.us/img683/9026/irrsinnig.jpg

18.4.2007, 22:14

 
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mein reden. es gibt zu viele vieleichts und warums und überhaupt. nimmt man 2 annähernd identische personen, sind sie dennoch individuum, wer weiss schon was in den köpfen andere passiert.

2leute mit dem gleichen sozialen umfeld, mit dem gleichen erziehungsstandard. der eine wird jurastudent mit eienr abgesicherten zukunft, der andere massenmörder. warum? die frage ist nicht zu beantworten. die medien, politik und jeder der dazu was sagen will tuen dies aber. dumm sind die, die das glauben.

klar kann es faktoren geben, die so etwas vlt begünstigen, aber wer kann schon sagen, ob es bei der person x etwas auslöst oder bei person y, ausser vlt bei klaren psychologischen und neurologischen störungsbildern




Bild; Quelle: http://i101.photobucket.com/albums/m45/wulli83/dastierischetrio.jpg

18.4.2007, 22:25

 
Fähnrich
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Beitraglink: 178112
Was soll man dazu noch sagen...?
Kann man dazu überhaupt etwas sagen?
Ändern kann man an dem geschehenen sowieso nichts mehr.
Ich will bestimmt nichts pauschalisieren, aber meiner Meinung nach sind Menschen, die so etwas tun, ALLE psychologisch instabil (um es mal vorsichtig auszudrücken). Und wenn das nicht bemerkt wird, bzw. wenn diesen Leuten nicht geholfen wird, ticken sie halt irgendwann aus.
Wie in den Nachrichten ja schon von seiner Professorin gesagt wurde, ist der Schütze ja wohl schon vorher durch sein agressives Verhalten aufgefallen. Wurde ihm geholfen? Nein! Er wurde aus dem Unterricht genommen und einzeln Unterrichtet. Daß Isolation das Problem nicht löst, sollte jedem klar denkendem Menschen logisch erscheinen! Ich will IHR jetzt nicht die Schuld an dem Amoklauf geben, aber einen Beitrag dazu hat sie meiner Meinung nach schon geleistet.
Ausserdem darf man nicht außer acht lassen, daß das ganze in den USA passiert ist.
Ein Land voller Widersprüche. In einigen Bundesstaaten ist Oralsex unter Strafe verboten, aber Waffen können AUCH Jugendliche an jeder Ecke kaufen. Alles was sie brauchen ist das Einverständnis der Eltern!!!
Präsident Bush hat das Recht darauf eine Waffe zu besitzen sogar noch mal bekräftigt nach dem jüngsten Amoklauf! Natürlich immer darauf hinweisend, daß NATÜRLICH die Waffengesetze eingehalten werden müssen (HaHa)!
Natürlich habe ich auch Erfurt nicht vergessen. Aber da es ja GOTT sei Dank in Deutschland nicht sooo leicht ist an Waffen zu kommen, werden Tragödien wie in Erfurt hoffentlich die Ausnahme bleiben. Vor allem dürfen wir unsere Kinder und Jugendlichen nicht mit ihren Problemen alleine lassen!
Also geht mit offenen Augen durch eure Städte und Gemeinden!

Greetz,

Keck




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19.4.2007, 02:03

 
Fähnrich
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Auch durch schärferer Waffengesetze würde man das Problem der Amok-Läufer nicht in den Griff bekommen, solange im gesamten gesellschaftlichen Kontext der USA Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung nicht geächtet wird oder zumindest nicht glorifiziert wird. Da spielen viele Aspekte mit rein von einem " christlichen Auge um Auge" über die "mediale Gewaltdarstellung" bis hin zum "Kriegführen".
Und selbst dann gäbe es keine absolute Sicherheit.




Das Wort "Vegetarier" kommt aus dem indianischen und heißt "zu blöd zum Jagen"!!

19.4.2007, 07:19

 
Fähnrich
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Jetzt wird wieder die übliche Debatte um das Verbot von Killerspielen und Horrofilmen losgehen, nur weil solche auf dem PC des Amokläufers gefunden wurden. Dass jemand, der so krank im Hirn ist nicht etwa 'Biene Maya bei den Wald-Ameisen' spielt sollte ja klar sein.

Haben wir nicht früher alle Sendungen wie Tom & Jerry gesehen, wo teilweise mit Messer und Äxten auf das Gegenüber eingeschlagen wurde. Aber deswegen sind wir doch nicht gleich auf die Straße gegangen und haben dies an dem nächstbesten Passant ausprobiert. Nein, weil wir noch Eltern hatten, die sagten: "Mach nicht das, was die im Fernsehen Dir sagen. Sondern das, was WIR dir sagen ... sonst gibt's was auf die Mütze Grafik".

Vielmehr sollte man sich um die wirklichen Gründe kümmern, anstatt wieder diese fahdenscheinigen Gründe, wie TV, PC und Rockmusik zu nennen.




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19.4.2007, 08:38

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