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Verschärftes Jugendstrafrecht?
Fähnrich
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Wie ist denn Euere Meinung zu dem Thema?
Seit ihr auch der Meinung das ein härteres Jugendstrafrecht her sollte? Oder seit ihr der Meinung dass es so passt wie es ist.
Immer häufiger hört man in den letzten Tagen von Übergriffen auf Rentner, U-Bahn-Schaffner und ähnlichem.




Ihr lacht über mich weil ich anders bin, doch ich lache über euch, denn ihr seit alle gleich.

14.1.2008, 11:13

 
Fähnrich
Benjamin_Sisko Geschlecht-Symbol
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Kurzfristig wäre das in meinen Augen sicherlich nicht die schlechteste Lösung, wenn es härtere Strafen (und wenn es nur der Abschreckung dient) geben würde. Viele straffällig gewordenen Jugendlichen wissen ja bereits, dass sie vor einem deutschen Gericht kaum etwas zu befürchten haben.

Die Forderung kam ja bekanntermaßen von Roland Koch, der damit in den Medien viele Diskussionen ausgelöst hat. Interessant finde ich dabei nur, dass einerseits härte Strafen fordert, auf der anderen Seite aber wieder viele Polizistenstellen in Hessen gestrichen wurden. Grafik

Lang- oder Mittelfristig sollte man sich aber um die Ursachen kümmern, warum die Jugendkriminalität so gestiegen ist, wie schwere Kindheit, fehlende Perspektiven, etc. Was mir bei diesen Jugendlichen fehlt, ist der fehlende Respekt vor anderen Personen oder Autorität. Die sind normalerweiße grundlegende Dinge, die im Elternhaus und zu Beginn der Schule gelegt werden müssen.




Bild; Quelle: http://st-enterprise.de/images/banner/ste_banner_1.gif

14.1.2008, 12:04

 
Lieutenant Commander
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Genau wie Benjamin_Sisko gesagt hat hilft es nicht nur die Strafen zu erhöhen. Eine Gefängnisstrafe ist für einen straffälligen Jugendlichen eher wie eine Bildungsreise, denn im Gefängnis ist er mit anderen Tätern umgeben und natürlich werden die sich untereinander austauschen.

Das Problem muss viel früher bekämpft werden. Schuld sind da vor allem die Eltern, die ihre Kinder sich selber überlassen bis eine Stufe erreicht ist in der Erziehung nichts mehr bringt. Ausreichend solcher Fälle von Erziehung der Eltern, die nicht mehr greift, sieht man ja bei der Supernanny.

Andererseits würde es bei gewissen Bevölkerungsgruppen vielleicht schon greifen wenn Jugendstraftäter ihre Haftstrafen in den Ursprungsländern absitzen müssten. Denn ein Türke würde es sich bestimmt zwei Mal überlegen wenn er seine Strafe in der Türkei absitzen müsste, wo die Gefängnisse bekanntlich nicht dem europäischen Standard entsprechen (um mal zu untertreiben).
Doch alles in allem hilft es kaum die Strafen zu verschärfen und früher greifen zu lassen. Vielmehr sollte das Übel von der Wurzel weg bekämpft werden statt sich der Illusion hinzugeben dass Gewalt andere Gewalt unterbinden kann.




Angst vor der Zukunft haben nur Leute, die nicht vorbereitet sind

14.1.2008, 12:33

 
Lieutenant
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Nachdem ich irgendwo gelesen habe, dass die Maximalstrafen so gut wie nie verhängt werden, ist es sinnlos, härtere Maximalstrafen zu fordern. Kurz gesagt, das vorhandene Strafrecht sollte man erstmal voll ausnutzen, ehe man nach höheren Maximalstrafen schreit. Man muß nicht jedesmal die Maximalstrafe verhängen, aber ab einem gewisse Punkt ist es schon sinnvoll.

Ansonsten wäre ich für eine Individualisierung des Strafrechts, je nachdem, wie die besten Ergebnisse für alle aussehen, die es ja schon gibt. Und Strafen sollten schneller verhängt werden.

Natürlich sollte das Jugendstrafrecht nur bis 18 gelten, wenn nicht gar nur bis 16, immerhin ist man ja in letzter Zeit der Meinung, 16jährige könnten Wählen und Autofahren, also solllten sie auch geistig so reif sein, dass sie wissen, dass Stehlen und Leute verkloppen unrecht ist.

Und natürlich sollte man Ursachenforschung betreiben udn verwsuchen, diese zu vermindern.

Btw findet es irgendwer merkwürdig, dass die CDU ihren Wahlkampf führt, als wäre sie in der Opposition?




"Schlägts dich in Scherben, ich steh für zwei! Und gehts ans Sterben, ich bin dabei!" Gilbert Wolzow

14.1.2008, 15:03

 
Commander
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Ich finde schon die Wortwahl bedenklich mit der man auf angebliche Missstände hinweisen will.
Und wenn sich dann noch jemand lauthals darüber beschwert, der gleichzeitig bei der Polizei 1200 Stellen streicht. Da kann doch was nicht stimmen.
Die Justiz hat schon die Methoden gegen straffällige Jugendliche vorzugehen. Dabei sollte man auch nicht unterscheiden ob sie nun deutsche sind oder deren Eltern bzw. sie selbst aus dem Ausland kommen.

Und natürlich sollte man Ursachenforschung betreiben udn verwsuchen, diese zu vermindern.


Was hier als Ursachenforschung von einigen ausgegeben wird läuft ja nur darauf hinaus das es Ausländer seien die sich nicht integrieren wollten. So leicht sollte man es sich nicht machen.

Btw findet es irgendwer merkwürdig, dass die CDU ihren Wahlkampf führt, als wäre sie in der Opposition?

Das macht ja den Wahlkampf so absurd von dieser Partei. Sie beklagen sich über Zustände die sie selbst verursacht haben.




http://martinre.deviantart.com/

14.1.2008, 18:28

 
Superuser
Seven_ Geschlecht-Symbol
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Ich bin absolut gegen ein verschärftes Jugendstrafrecht, da das jetzige ausreichend ist, es nur nie ausgeschöpft wird.
Es bringt einem 13-jährigen, gewalttätigen Jugendlichen rein gar nichts, mit Gleichgesinnten eingesperrt zu werden. Einmal im Gefängnis gibt es kaum ein Zurück, das sollte so lange es geht verhindert werden. Nicht umsonst gibt es überhaupt die Jugendstrafen. Denn seien wir mal ehrlich: Wann ist ein Mensch so beeinflussbar, wechselhaft und formbar wie während seiner Pubertät?

Wenn jemand soweit ist, als Minderjähriger verurteilt und verhaftet zu werden, dann ist das bereits zu spät. Etwas grundlegendes muss da schon zu einem viel früheren Zeitpunkt schief gelaufen sein, und solange man das nicht angehen kann, bringt die größte Strafe nichts.
Ehe jemand über härte Strafmaßnahmen nachdenkt, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man diesen Jugendlichen im Vorfeld helfen kann, Jugendämter dürfen nicht mehr die Augen vor dem Offensichtlichen verschließen - und ja, das tun sie!

Ich frage mich, wo die Grenzen gezogen werden sollen, wenn Kinder (und man gilt bis 13 schließlich als eines) eingesperrt werden dürfen. Es gibt kein Patentrezept und ich weiß auch keine Allgemeinlösung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ein schärferes Jugendstrafrecht auf jeden Fall nicht das Problem bekämpft. Auch wenn's bequem erscheint.

Wenn 15-jährige alte Menschen verprügeln, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu verspüren, dann kann eine Haftstrafe kaum greifen, vielmehr sollte man sich auf Ursachenforschung konzentrieren, um VORHER zu verhindern, dass es dazu kommt.




Begeisterung macht Waffeln. Bild; Quelle: http://img683.imageshack.us/img683/9026/irrsinnig.jpg

14.1.2008, 21:04

!!
Guinan
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Muß mich den meißten meiner Vorredner anschließen, ich bin gegen ein verschärftes Jugendstrafrecht.Das Jugendliche aus der Bahn geraten hat eher was mit vernachläßigter Bildung zu tuen.Ob nun deutscher oder Ausländer,das hat bei Bildung nichts zu sagen.Schlimmer finde ich das was der Ministerpräsident von Hessen will,das auch Jugendliche,nee doch eher Kinder unter 12 Jahre mit Gefängnis bestraft werden können.So ein Mensch ist oder nennt sich gebildet!




15.1.2008, 12:28

 
Fähnrich
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Ich kann dem auch nichts abgewinnen. Roland "Gollum" Koch hat doch keine Ahnung....! Was will er denn tun? Die Jugendlichen mit den Schwerverbrechern zusammensperren, damit die sich Insiderwissen von den "alten Hasen" holen können? (Und das ist noch ziemlich blauäugig gedacht!)
Ich kann mich noch an einen Fall erinnern (wurde in dem Zusammenhang letztens auch nochmal erwähnt), wo eine "Jugend-Gang" eine Rentnerin in ihrer Wohnung misshandelt und fast getötet hätten. Die drei Jungs waren zwischen !!!5!!! und 13 Jahre alt.
Jetzt fragt euch mal was schiefläuft wenn sogar 5jährige dabei sind. Aus welcher Motivation herraus? Vielleicht sogar aus eigener Intention? Ich glaube wohl NICHT!!!
Wer hat da wohl die Fehler gemacht? Die Eltern wohl in erster Linie. Von alleine kommen Jungs in dem Alter nicht auf solche Ideen.
Bevor irgendwelche Gesetze verschärft werden, sollten sich die Richter erstmal überlegen, wie sie ihre Strafen RICHTIG verhängen! Zum Beispiel "potentielle Vergewaltiger" Sozialstunden im Kindergarten machen zu lassen - oder wegen Vandalismus verurteilte Jugendliche (Zerstörung eines Jägerzaunes um den Spielplatz der Kirchengemeinde), in die selbe Gemeinde schickt um seine "Stunden" abzuarbeiten. Was letztendlich darauf hinauslief, daß er den Zaun den er zerstört hatte, neu streichen durfte. Dafür hat er seine gesamten 20 Stunden Sozialdienst "gebraucht"!
Nur 2 Fälle aus meinem näheren Umfeld.
Bevor irgendwelche Gesetze geändert werden, sollte man mal überlegen, mehr in die Kinder- und Jugendarbeit zu investieren. Mehr Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und Jugendhäuser, das brauchen wir. Arbeitslose Erzieher/innen und Lehrer/innen gibt es ja schliesslich genug!

Greetz,

Keck




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15.1.2008, 13:13

 
Fähnrich
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Den von angesprochenen Sozialdienst halte ich aber ehrlich gar nicht mal für so eine schlechte Lösung anstatt Knast. Natürlich muss die Dauer dann auch verhältnismäßig sein und immer die Drohung im Raum stehen bleiben, dass er beim nächsten Vergehen während dieser Zeit im Knast landet.

Warum also nicht mal jemand für ein halbes Jahr in der Pflege in einem Altenheim mithelfen lassen? Da kann man viel mehr über das soziale Lernen als im Knast.

Der Knast ist in meinem Augen natürlich der letzte Ausweg, wenn alle anderen Mittel nicht mehr greifen, wie wenn ich höre, dass jemand mit 18 Jahren schon weit mehr als 50 Straftaten auf dem Buckel hat.




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15.1.2008, 13:24

 
Fähnrich
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Würde es denn dann nicht Sinn machen das Jugendstrafrecht trotzdem zu verschärfen? Denn wenn die Richter es jetzt schon nicht ausnutzen, dann würden sie es wohl dann auch nicht. Und somit hätte man dann einen Zustand der gleichzusetzen ist mit dem eines voll ausgenutzen alten Strafrechts.

Ich weis, das is grad bischen kompliziert gedacht Grafik




Ihr lacht über mich weil ich anders bin, doch ich lache über euch, denn ihr seit alle gleich.

15.1.2008, 13:29

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